Opernsänger Karl-Heinz Lippe ist tot
04.04.2011 | 14:39 Uhr 2011-04-04T14:39:00+0200Essen/Hagen. Opernsänger Karl-Heinz Lippe ist bereits in der vergangenen Woche im Alter von 83 Jahren gestorben. Der gebürtige Hagener engagierte sich vierzig Jahr für Senioren in Essen - obwohl er etwa als „Der Barbier von Sevilla“ immer künstlerisch erfüllt war.
Er war ein Opernsänger mit großem Herz. Karl-Heinz Lippe widmete sein Leben nicht nur der klassischen Musik. Vierzig Jahre engagierte er sich für die Senioren in Essen. Wie jetzt bekannt wurde, starb er in der vergangenen Woche im Alter von 83 Jahren.
Karl-Heinz Lippe wurde 1927 in Hagen geboren, und dort startete 1953 am Stadttheater auch seine Karriere. Nach einem kurzen Abstecher nach Dortmund wurde Essen künstlerisch wie privat zu seiner Heimat. 1956 verpflichteten ihn die hiesigen Städtischen Bühnen als ersten lyrischen Bariton. Bis 1993 gestaltete er Partien wie den Wolfram in „Tannhäuser“, den Germont in „La Traviata“, den Figaro in „Der Barbier von Sevilla“ oder den Guglielmo in „Cosi fan tutte“. Neben der Oper galt seine große Liebe dem deutschen Kunstlied, wie sich in seinen Konzerten immer wieder zeigte.
Obwohl künstlerisch ausgefüllt, engagierte er sich ehrenamtlich für ältere Menschen, holte auch viele andere Kollegen mit ins Boot. 900 Konzerte organisierte er in 40 Jahren mit Hilfe seiner Frau Anita. Für seine hervorragenden Verdienste erhielt er den Titel „Kammersänger“ und das Bundesverdienstkreuz. Die größte Auszeichnung ist aber, dass er für viele Essener unvergessen bleibt.
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Aber er hat sich als Ur-Hagener verdient gemacht, auch da verdient (heute) besondere Anerkennung!
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Darauf kann Hagen stolz sein.
Aber 99% der Hagener haben sicher nie seinen Namen gehört. Traurig.
Das ist wie mit der Karl-Halle-Straße.
Fragen Sie mal nach Karl Halle!
Ein dummes verblödetes Gesicht können Sie von 99 % ernten.
So ist es auch mit Herrn Lippe. Ich habe ihn noch gekannt.