Kabale und Liebe als Publikumsmagnet

Lisa Jopt, Johann David Talinski kabale und liebe
Lisa Jopt, Johann David Talinski kabale und liebe
Foto: waz
Was wir bereits wissen
15 Neuinszenierungen, darunter sieben Uraufführungen: Die neue Saison des Essener Schauspiels ist zugleich die dritte Spielzeit von Intendant Christian Tombeil. Sie verspricht spannend zu werden.

Essen.. Für die neue, seine nunmehr dritte, Spielzeit als Intendant des Essener Schauspiels legt Christian Tombeil einen ebenso ambitionierten wie vielseitigen Spielplan vor. 15 Neuinszenierungen, darunter allein sieben Uraufführungen sind geplant unter dem Motto: Schöne neue Welt oder alte und neue Utopien.

Entspannt und zufrieden wirkte der Chef des Grillo-Theaters gestern bei der Programm-Präsentation, auch wenn die aktuelle Auslastung aller drei Spielstätten - Grillo-Theater, Casa und Box - mit 74 Prozent etwas niedriger liegt als vor einem Jahr zur gleichen Zeit.

Positiv gesagt: Annähernd 50 000 Zuschauer kamen bisher in die Vorstellungen. Bis Ende Januar waren es knapp 30 000. Der Theaterchef hofft, bis Ende der Saison Anfang Juli die Marke von 60 000 Besuchern und damit ein ähnliches Ergebnis wie in der Vorjahressaison zu erreichen, möglicherweise wird es sogar besser.

Zu den Publikumsmagneten zählten bisher das Kult-Musical „Black Rider“ mit einer Auslastung von 84 Prozent im großen Haus und Schillers Klassiker „Kabale und Liebe“ mit derzeit 88 Prozent. Beide Stücke stehen auch in der kommenden Saison wieder auf dem Programm.

Auch die Zahl der Schauspielerinnen und Schauspieler des Ensembles bleibt mit 18 Stellen auf dem bisherigen Niveau. Eventuell denke man sogar über eine leichte Aufstockung um ein oder zwei Positionen nach, wenn es dem Spielplan nach sinnvoll erscheine, so Tombeil.

Was auch viele Essener interessieren dürfte, die nicht zu den regelmäßigen Schauspielbesuchern gehören: Das lange vermisste Café Central soll noch in diesem Monat nach einer beinahe unendlichen Geschichte von Umbau und Pächtersuche wieder eröffnen. Innerhalb der nächsten zehn Tage soll es konkret werden, so die nicht ganz präzise Antwort auf die konkrete Frage.