Bescheidener Zuspruch für „Ruhrblicke“
26.10.2010 | 15:00 Uhr 2010-10-26T15:00:00+0200
Essen.Rund 40.000 Besucher sahen laut Veranstalter die am Wochenende beendete Ausstellung „Ruhrblicke“ im Sanaa-Gebäude auf Zollverein.
Rund 40.000 Besucher sahen laut Veranstalter die am Wochenende beendete Ausstellung „Ruhrblicke“ im Sanaa-Gebäude auf Zollverein. 340 Mal führten zudem Studenten der Folkwang-Universität durch die Schau während der sechsmonatigen Laufzeit. „Wir sind nicht unzufrieden, aber auch nicht begeistert“, sagt Ruhr.2010-Sprecher Marc Hänig angesichts des letztlich doch bescheidenen Zuspruchs für die zentrale Fotoausstellung der Kulturhauptstadt. Hänig mutmaßt, dass zum einen Fotografien eher ein kleines Spartenpublikum anziehen. Zum anderen, und das scheint ein generelles Problem des Standortes zu sein, habe man kaum Besucher vom Weltkulturerbe Zollverein herlotsen können. „Wir durften da keine Plakate aufhängen, die auf die Ausstellung hinweisen.“ Nur Handzettel habe man gelegentlich verteilen können.
An der Ausstellung dürfte es jedenfalls nicht gelegen haben: Elf der besten bundesdeutschen Fotografen wie Andreas Gursky, Candida Höfer und Thomas Struth hatten als Auftragsarbeit starke Bilder für das Ruhrgebiet geschaffen: mal intim oder skurril, mal feinsinnig oder größenwahnsinnig. Die Schau wurde von der Sparkassen-Finanzgruppe finanziert.
08:46
Ich muss auch zugegeben, dass die Ausstellung für mich interessant gewesen wäre, aber ich nicht da war, weil ich nix davon mitbekommen habe.
Pech, aber vielleicht lernt man dafür fürs nächste Mal.
20:09
Für mich ist es hier mal wieder an der Kommunikation gescheitert. Ich war mehrfach auf Zollverein, habe aber durch das Plakatverbot nichts von der Ausstellung mitbekommen.
16:39
Ich habe mir diese Ausstellung auch angesehen mit einer Gruppe von Berliner Freunden, die vorher noch nie im SANAA-Gebäude waren. Das Gebäude war für sie interessanter als die Ausstellung. Sie war für alle, mich eingeschlossen, vorsichtig formuliert, nichts besonderes – irgendwie langweilig, sperrig, zu verkopft. Ein paar Gurskys reichen da nicht. Liebe Macher und Kuratoren – merke: Der Köder muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler! Dann kommen auch die Besucher.