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Abendstund hat Salz im Mund

29.08.2009 | 18:03 Uhr
Abendstund hat Salz im Mund

Essen. Zum ersten Mal dabei und keinesfalls aufgeregt. Die Band „Salty Cheeks" geht den Auftritt bei Essen.Original noch recht entspannt an

Salzige Wangen haben die vier Musiker, von der ins Englische übersetzten Band „Salty Cheeks" sicher nicht. Dennoch spielt das ähnlich wie Meerwasser schmeckende Gewürz eine relativ große Rolle. Ob auf ihrer Homepage oder auf ihren Konzerten, überall sind die kleinen weißen Kristalle zu sehen.

„Wir haben uns schon überlegt, ob wir bei Essen.Original nicht Salztütchen ins Publikum werfen sollen", schmunzelt Nils Herzogenrath (18). Der Gitarrist und Sänger der „Salty Cheeks" sitzt bis jetzt noch entspannt, mit seinem Latte Macchiato in der Hand, auf seinem Stuhl - von Aufregung keine Spur. Das Programm steht und nun wartet er eigentlich nur noch auf den Auftritt. „Für die Show lassen wir uns spontan was einfallen. Irgendwas passiert doch immer", lächelt er.

echoähnliche Klänge werden erzeugt

Mit ihren Songs vermitteln Herzogenrath, Roman Heger (17), Michael Ulmer (18) und Stefan Bergers (18) den Zuhörern das Gefühl zu fliegen, mit der Natur verbunden zu sein. Wie das musikalisch umgesetzt wird, erklärt Musikstudent Alex Werth (23), der die Jungs bei ihrer Arbeit unterstützt. „Bei vielen Songs haben wir mit dem Delay-Effekt gearbeitet. Dieser kann eine oder mehrere verzögerte Kopien des Eingangssignals ausgeben und so erzielt man einen echoähnlichen Klang." Besonders gut zu hören sei dies bei ihrem jüngsten Projekt „Sweden". „Der Effekt taucht immer wieder auf, an der richtigen Stelle natürlich ", verdeutlicht Herzogenrath.

In den Texten verarbeitet die Indie-Rock-Band Erlebnisse, die gefühlt oder situativ entstanden sind. „Manche Texte entstehen unterbewusst. Manchmal merken wir erst später, dass der Songtext super zu einem unserer Erlebnisse passt, ohne es beabsichtigt zu haben", erinnert sich Herzogenrath. Die empfundenen Gefühle versuche die Band musikalisch umzusetzen. „Obwohl die Lieder recht unterschiedlich voneinander sind, ist der bekannte rote Faden sichtbar: Sie sind alle tanzbar", beschreibt Werth.

Für spontanen Unfug zu begeistern

 Anders als in ihren Songs hätte die Band diesen roten Faden nicht. „Es geht bei uns nicht wirklich nach Plan, sondern da, wo es uns hintreibt." Als nächstes sicherlich auf die Bühne bei Essen.Original. Und da können die Zuschauer und -hörer, wie bereits von Herzogenrath angedroht, viele spontane Überraschungen erleben. Sorgen nicht nur auf der Bühne für Überraschungen. „Salty Cheeks" sind immer für spontanen Unfug zu begeistern.

Ricarda Wilke

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