Küchenkäufer verlieren Regenwette und erhalten kein Geld zurück

Wolfgang Bücking ist Inhaber des Borbecker Küchenstudios.
Wolfgang Bücking ist Inhaber des Borbecker Küchenstudios.
Foto: privat
Was wir bereits wissen
Bei der Regen-Aktion eines Borbecker Küchenstudios sind die Kunden leer ausgegangen. Sie hatten darauf gesetzt, dass es am 1. April zwischen 12 und 13 Uhr einen Mindestniederschlag gibt.

Essen.. Als am Mittwoch um 12.40 Uhr in Essen die Regenschauer einsetzten, kam bei 40 Besitzern einer neuen Küche Vorfreude auf. Sie hatten beim Essener Küchenstudio Bücking ihre Küche mit folgender Sondervereinbarung gekauft: Wenn am 1. April zwischen 12 und 13 Uhr ein Mindestniederschlag in Essen fällt, erhalten sie den Kaufpreis zurück. Für einen Kunden standen immerhin 24 000 Euro auf dem Spiel. So wertvoll kann etwas Regen sein.

Werbeaktion Das Küchenstudio darf die sechsstellige Summe für die 40 Küchen aber behalten. Denn der Deutsche Wetterdienst mit Station im Essener Stadtteil Schuir meldete um 13.15 Uhr: „Im relevanten Zeitraum sind in Essen weniger als 0,1 Millimeter pro Quadratmeter gefallen, also weniger als 0,1 Liter pro Quadratmeter“. Mindestens 0,2 Millimeter pro Quadratmeter wären aber laut vertraglicher Vorgabe im Kleingedruckten notwendig gewesen. Wetterdienst-Mitarbeiter Jürgen Blecher zur WAZ. „Es waren nur ein paar Schauer. Typisches Aprilwetter. Da wird man gar nicht richtig nass.“

Wolfgang Bücking, Inhaber des Küchenstudios und Ideengeber für die Regenwette, blieb am Mittwochmittag ganz locker. Er hatte sich per Beitragszahlung bei einer Versicherung abgesichert. Die muss jetzt allerdings nicht bezahlen.