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Kontrollen für strahlenden Müll werden verschärft

20.10.2010 | 11:12 Uhr
Kontrollen für strahlenden Müll werden verschärft
Die Firma Dela Recycling und Umwelttechnik in Karnap recycelt auch Leuchtstoffröhren. Foto: Walter Buchholz

Essen.Das Unternehmen Dela in Karnap hat sich in einem Vertrag mit der Bezirksregierung zu zuätzlichen Messungen verpflichtet. Dela behandelt radioaktive Schlämme, die bei der Erdgasförderung in den Niederlanden an die Oberfläche gelangen.

Radioaktive Schlämme, die bei der Erdgasförderung in den Niederlanden an die Oberfläche gelangen, behandelt die Karnaper Firma Dela bereits seit einigen Jahren. Hierbei handelt es sich um so genannte Norm-Schlämme, die natürlich vorkommende radioaktive Stoffe enthalten. Bislang geschah die Aufbereitung auf Grundlage einer Richtlinie, in der keine strahlenschutzrechtlichen Aspekte berücksichtigt waren.

Die Bezirksregierung befand diese Richtlinie für „nicht ausreichend“, wie Pressesprecherin Stefanie Paul jetzt mitteilt. „Darum haben wir mit der Dela nun einen Vertrag geschlossen, in dem strahlenschutzrechtliche Aspekte berücksichtigt werden.“ Darin verpflichte sich die Dela zu zusätzlichen Messungen, um eine weitere Unterschreitung der vorgegebenen Grenzwerte zu dokumentieren. „Dies bedeutet einen erhöhten Mess-, Kontroll- und Dokumentationsaufwand. Es müssen zusätzliche Messeinrichtungen installiert werden“, so Paul. Darüber hinaus ist der Rücktransport der Schlämme zum niederländischen Erzeuger nach der Aufbereitung nun vertraglich festgeschrieben worden. Bislang geschah dieser auf freiwilliger Basis.

Weitere Inspektionen

„Seitens der Bezirksregierung wird es weiterhin unangemeldete Inspektionen geben, die zudem intensiviert werden, um auch die vertraglich neu festgelegten strahlenschutzrechtlichen Bestimmung umfangreich kontrollieren zu können“, teilt Stefanie Paul weiter mit. Beim geringsten Anzeichen für Grenzwertüberschreitungen würden die Arbeiten im Betrieb unverzüglich eingestellt, bis wieder gewährleistet werden könne, dass eine Gefährdung für Mensch und Umwelt ausgeschlossen bleibe.

In die Kritik geraten war die Firma, die sich auf die Rückgewinnung von Quecksilber aus Schlämmen und Prozess-Wässern etwa aus dem Lampenrecycling spezialisiert hat, nach Medienberichten über unsachgemäße Zwischenlagerung des aufbereiteten Materials vor dem Rücktransport. Die Genehmigungsbehörde bescheinigte jedoch den sachgemäßen Umgang. Voraussichtlich im April wird die Dela die Behandlung leicht radioaktiver Schlämme nach Dorsten verlagern.

Claudia Pospieszny

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