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20.06.2008 | 22:05 Uhr

FÖRDERPREIS. Jury prämierte 20 Projekte eines AOK-Wettbewerbs, die dafür sorgen, dass Kinder und Jugendliche rechtzeitig und spielerisch erfahren, was alles zu einem gesunden Leben dazugehört.

Starke Gewinner beim AOK-Förderpreis "Starke Kids 2008". (Foto: AOK/Schumacher)

Ein Glück, dass es bei Preisverleihungen kein Viertel-, Halb- und sonstwie Finale gibt, sonst hätte die Jury für den Wettbewerb "Starke Kids" wohl mindestens Verlängerung gebraucht. Denn 20 starke Projekte zwischen Bewegung im Sandkasten und Drogenprävention hatten sich beworben um den Förderpreis "Starke Kids" der AOK. Da konnte man den ersten, zweiten, dritten Preis einfach zusammenschmeißen, die Krankenkasse legte noch 2000 Euro drauf und dann war alles ganz einfach.

Zwei erste Plätze gab es, zwei zweite Plätze und noch einen Sonderpreis. Und das Allerbeste: Auch die übrigen 15 Teilnehmer gingen nicht mit leeren Händen aus dem Einkaufszentrum Limbecker Platz: Sie bekamen einen 100-Euro-Scheck als Anerkennung für die geleistete Arbeit, mit der sie Kindern und Jugendlichen erklären, wie man gut gelaunt gesund lebt.

Besonders geehrt wurde Jens Bosak, gewissermaßen mit einem "Oscar fürs Lebenswerk", weil die Bewegungswerkstatt Essen zwar in zahlreichen Kitas und Schulen im Einsatz ist - aber das eben schon seit Jahren und deswegen das Jury-Kriterium "innovativ" nicht so richtig zutraf - 500 Euro gab es dafür, dass die Bewegungswerkstatt seit Jahren mobil macht.

1000 Euro erhielt der Bürger- und Verkehrsverein Essen-Altstadt für den "bewegten Spielplatz im Elisenpark", der für die Integration von Jung und Alt, Migranten und Eingeborenen und für Bewegung sorgt. Ebenfalls 1000 Euro gab es für das Projekt "Mit Roller und Laufrad zum Fahrrad", mit dem die Kita Barthel-Bruyn-Straße im geschützten Kita-Raum behinderten und nicht-behinderten Kindern Wege zur Mobilität eröffnet.

Die Jury, besetzt mit Vertretern der AOK, des Espo, des Gesundheits- und Jugendamtes, der Kinderärzte und des Elisabeth-Krankenhauses sowie von NRZ und WAZ, vergab die beiden ersten Preise, dotiert mit je 2000 Euro an das "Flitzmobil" des Sozialdienstes katholischer Frauen, weil der Kleinbus den Gedanken von Bewegung und gesunder Ernährung in diverse Kindergärten und Schulen überrall in der Stadt trägt.

Dieser ortsteilübergreifende Gedanke war es auch, der dazu führte, dass die Suchthilfe Direkt ebenfalls den ersten Preis bekam. Mit Konzepten zur Entspannung, Bewegung, Ernährung und Konfliktlösung werden förderungsbedürftige Kinder mit ihren Eltern geschult. Auch hier wird ein Netz für gesündere Kinder geknüpft, so wie es die AOK mit ihrem Preis beabsichtigt hat. Deswegen soll weiter an Gesundheitsprojekten gearbeitet werden. Das Netz, das die Gesundheit der Essener Kinder tragen soll, kann gar nicht engmaschig genug sein.

STEPHAN HERMSEN

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