Kliniken Essen-Mitte schließen Geburtsstation
20.09.2010 | 18:59 Uhr 2010-09-20T18:59:00+0200
Essen.Überraschend schließen die Kliniken Essen-Mitte zum Jahreswechsel ihre Geburtshilfe im Knappschaftskrankenhaus. Es sei für die Kliniken ein Minus-Geschäft gewesen, Kinder zur Welt zu bringen, sagt Geschäftsführer Horst Defren.
Eine durchschnittliche Geburt bringe nur etwa 1000 bis 1200 Euro ein. Dem stehe ein besonders hoher Personal-Einsatz gegenüber. „Für eine Geburt muss man Personal aus fünf verschiedene Disziplinen in Bereitschaft halten. Unter 1000 Geburten im Jahr ist das defizitär.“
Die Kliniken Mitte verzeichneten im vergangenen Jahr nur noch 407 Neugeborene. Mehr als 600 waren es noch vor 15 Jahren. Diesen deutlichen Rückgang führt der Manager auf die umfassendere Versorgungsmöglichkeiten anderer Essener Krankenhäuser zurück. „Wir haben keine angeschlossene Kinderklinik“, sagt Defren. Damit falle die Betreuung von Risikoschwangerschaften oder Frühgeburten automatisch weg. Dafür seien seit einigen Jahren nur noch die so genannten Perinatalzentren zuständig.
Arbeitsplätze soll der Umbau nicht kosten
Eigene Investitionen? Zwecklos. Uni-Klinik (1100 Geburten) und Elisabeth-Krankenhaus (1800 Geburten) seien Marktführer. Weitere Baby-Alternativen in ähnlicher Größenordnung wie die Kliniken-Mitte: Klinikum Nord, St. Josef und Krupp.
Arbeitsplätze werde der Umbau nicht kosten, versichert Defren. Die aktuell 20 Mitarbeiter der Geburtshilfe könnten problemlos in anderen Abteilungen eingesetzt werden. Dazu gehören drei generalüberholte gynäkologische Disziplinen, mit denen die Klinik Patienten gewinnen will. So werde die Brustheilkunde ausgebaut. Defren: „Wir werden schon in diesem Jahr mehr Eingriffe an der Brust der Frau machen als alle anderen Essener Kliniken zusammen.“ Die gynäkologische Onkologie bekommt mit Andreas du Bois, den verschiedene Ärztelisten als Spitzenmediziner führen, Zuwachs.
08:41
Schade drum, bin da zur Welt gekommen. Aber ab von aller Sentimentalität wirtschaftlich sicher richtig.
21:54
geschlossen hin oder her, aber sehr schön das der bericht mit keinem Wort erwähnt, dass es nicht an der schlechten Leistung des Personals hängt und das das hebammenzentrum weiter besteht!
13:18
#14
Lesen Sie doch einfach mal den letzten Abschnitt des Artikels, da steht die Antwort des Arbeitsgebers auf ihre Frage.
Wegen dieser Maßnahme wird kein Kind wird in Essen weniger geboren. Wo gehen die ca. 400 Mütter denn hin, in andere Häuser. Da ist dann der entsprechende Arbeitskräftebedarf.
Was glauben Sie denn, wie es in dem Rest der Wirtschaft zugeht. Da wechsel man nicht vom Huyssenstift ins Elisabeth, mal eben über die Straße. Bedeutet das für Sie kein Fortkommen in dem Beruf. Wenn es wirklich keine Arbeit mehr in NRW für Hebammen und Geburtshelfer gibt, dann ist es das kleinste Problem, dass Sie umschulen müssen (oder wollen Sie nach der Ausbildung in Frührente?).
Und die Pfeife sparen Sie sich bitte.
12:21
@11 von amo:Wie,bitteschön,lassen sich Ihrer Meinung nach,hervorragend ausgebildete Hebammen und Geburtshelfer anderweitig einsetzen?Im Bereich der Altenpflege,als Behindertenhelfer,oder wie oder was?Vier Jahre gebüffelt,bis zum Umfallen,um anschließend in dem Beruf kein Fortkommen mehr finden zu dürfen?Sie Pfeife,mit Verlaub gesagt.
10:09
Ne, ich gehe davon aus, dass ich im April Vater werde.
Wenn ich, wie viele Krankenhäuser in der Stadt Essen zu Verfügung stehen, ist es eher die Qual der Wahl. Gehen sie mal aufs Land. In den Krankenhäusern werden auch Stationen geschlossen. Dort haben die Betroffenen bei solchen Versorgungsproblem in Essen nur ein müdes Lächeln. Wie weit ist es von dort aus zu der nächsten Kinderklinik?
Hier (siehe Artikel) reden wir von der Aufgabe einer Geburtsstation, keiner Kinderklinik.
21:56
@6
Ich gehe davon aus, dass Sie kinderlos sind?!
16:58
#10
Entbindungen auf Essener Parkbänken????
Ne, im Krupp oder im Elisabeth oder im Uni-Klinikum, ...
Es gilt keine Gewinnmaximierung, sondern Kostenreduzierung. Diese Kosten zahlen alle!
Geburtsstationen sind nicht ausgelastet, dafür wird in einem anderem Bereich eine Spezialisierung vorgenommen.
Oder kaufen Sie ihrem Kind jedesmal 2 Fahrräder, weil ihre Eltern doppelt so viele Kinder hatten?
16:35
Na prima!Dann werden wohl bald die Entbindungen auf Essener Parkbänken erfolgen.Ob mit oder ohne Hebammenhilfe.Es lebe die Gewinnmaximierung im Gesundheitswesen,oder sonst noch wo.
16:30
#7
Mit Verlaub, dass ist ja ein bischen arg übertrieben. Zum Elisabeth-KH sind es von den Kliniken-Mitte Knappschaft in Steele 6 Minuten bzw. und Huyssenstift 1 Minute.
#8
Jaja, genau das meinte ich in #6.
Ich kann verstehen, warum man im Huyssenstift und in fußläufiger Entfernung 2 Geburtskliniken brauche, wenn die dann auch nicht ausgelastet sind.
13:57
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