KKC Blau-Weiß hatte zur Galasitzung geladen

Ein richtig tolles Programm, ein nicht ausverkauftes Eckhaus, die letzten Gäste gingen erst spät in der Nacht nach Hause. Der KKC Blau-Weiß hatte am Samstag zur Galasitzung geladen.

Kettwig und Karneval - das ist immer dann eine besonders große Liebe, wenn alle zwei Jahre der Jeckenzug durch die Straßen der Altstadt zieht. Ansonsten bleibt man im Stadtteil eher zugeknöpft. Diese Entwicklung schreitet seit Jahren voran - und das bekommen auch die Vereine zu spüren. An den hohen Feiertagen des Karnevals zieht es die närrischen Kettwiger in die nahe Nachbarschaft nach Ratingen und Düsseldorf oder gleich nach Köln, wo der närrische Frohsinn seine wahre Heimat hat.

Dabei versteht sich auch der KKC aufs Handwerk. Seit Jahrzehnten. Wie Ludgera „Lutz“ Petrat. Sie sitzt an diesem Samstag ganz in der Nähe der Eingangstür, hat alles fest im Blick, den Ablauf fest im Griff.

Zum 33. Mal in Folge ist sie für das Programm zuständig. 80 Jahre alt ist sie mittlerweile und sagt: „Es knistert und knackt zwar überall, aber wenn et Trömmelche jeht...“ - dann steht sie wieder parat. Versteht sich von selbst.

Sie hat ein Händchen für das, was ankommt. Nach dem Tanz der Kindergarde folgen die bildhübschen, swingenden „Sweet Sisters“, das Ratinger Prinzenpaar, Büttenredner, Jugend- und Prinzengarde und das KKC-Männerballett.

Die Herren der Blau-Weißen sorgten dann auch für adäquate Stimmung - die Band Angerwasser ist immer ein Flottmacher. KKC-Präsidentin Birgitt Bugeja konnte nach ihrer ersten Gala in Amt und Würden durchaus zufrieden sein.