Kettwiger Straße verliert weiter Besucher
08.07.2010 | 15:44 Uhr 2010-07-08T15:44:00+0200
Essen. Essens Einkaufsmeile Nummer eins, die Kettwiger Straße, verliert weiterhin Besucher. Das geht aus eine Zählung des Immobilien-Dienstleisters Jones Lang LaSalle hervor. Das Einkaufszentrum Limbecker Platz gewinnt hingegen.
Die Zahl der Passanten auf der Kettwiger Straße ist im vergangenen Jahr zurück gegangen. Das meldet der Immobilien-Dienstleister Jones Lang LaSalle auf der Basis seiner Passanten-Frequenzzählung in 170 deutschen Einkaufsstraßen.
2003 zählten Kettwiger (damals 8310 Besucher pro Stunde) und Limbecker Straße (7155) noch zu den 25 bundesweit besten Einkaufslagen. In der jüngsten Zählung sind sie auf die Plätze 45 und 49 abgerutscht. Bei der bundesweiten Zählen am Samstag, 10. April, in der Zeit zwischen 13 und 14 Uhr registrierten die Zähler auf der Kettwiger Straße 5710 Passanten, auf der Limbecker 5465. Während die Passantenzahlen auf der Kettwiger seit 2003 stetig sinken, hat die Eröffnung des Einkaufszentrums der Limbecker Straße 2008 einen deutlichen Passantenzuwachs gebracht. Die Zahlen bestätigen die Beobachtungen des Essener Maklers Eckhard Brockhoff, der von einem Mietpreisverfall auf der Kettwiger Straße berichtet.
Die bestbesuchte Einkaufsmeile Deutschlands ist die Kölner Schildergasse (13 280 Besucher pro Stunde) vor der Hamburger Mönckebergstraße (12 120) und der Kaufingerstraße in München (11 905).
11:17
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21:43
@9 von 1980yann
Wenn es im LP quasi alle Geschäfte gibt, ist es logisch, dass die Kunden nicht mehr bis zur Kettwiger laufen. Warum sollten sie auch?
Eine Fußgängerzone lebt ja davon, dass es einige Läden mit besonderer Anziehungskraft gibt und die Kunden auf dem Weg zwischen diesen auch auf andere Läden aufmerksam werden.
Je mehr dieser Läden sich aber zentral an einem Ort befinden, um so weniger Grund gibt es, noch den Rest der Stadt zu besuchen.
Das ist eigentlich so logisch, dass man sich wundert, es immer wieder aussprechen zu müssen.
15:16
@6/7
Innenstadt und LP sind keine Alternativen. Der LP ist ein Teil der Innenstadt. Saturn ist nicht aus der Innenstadt weggezogen sondern innerhalb der Innenstadt umgezogen. Saturn ist auch keiner Fußgängerzone verlorengegangen, auch wenn die Rathausgalerie gerne zu einer solchen hochgelobt wird.
Die Stadt Essen hat am Limbecker Platz immer Einzelhandel ausgewiesen - wenn sich für einen solchen Problemstandort mit damals noch entwicklungsverzögerter Nachbarschaft (Großmarktgelände) ein 300-Mio.-Investor findet, sagt man nun mal nicht nein.
In der angeblich guten alten Zeit wurde manches schlechte Angebot in heruntergekommenen Ladenlokalen eben milder beurteilt, weil die Alternative fehlte.
Ansonsten hat der LP natürlich nicht die Aufgabe, für die Fußgängerzone zu werben - das soll eine Werbegemeinschaft machen (außerhalb des LP ist die natürlich schwächer, da hier nicht ein Mietvertrag zur Mitgliedschaft zwingt).
Als direkte Nachbarn können beide existieren - eine Entwicklung wie in der Innenstadt von OB droht nicht.
11:50
»zwischen 13 und 14 Uhr«
Statistische Aussagekraft gleich NULL!
23:35
@1980 Yann
Die Stadt stellt Flächennutzungspläne auf, die sie jederzeit ändern kann, sie erteilt Baugenehmigungen oder versagt diese, etwa weil Gebäude nicht in das Bild einer Straße passen oder weil befürchtet wird, der Überhang an Einzelhandelsflächen sei zu groß. Die Stadt hat alle Macht der Welt, hier einzugreifen. Oder anders gesagt - ich kann aus meinem Garten auch keinen Campingplatz machen. Die Stadt ist einfach davon ausgegangen, dass sich Innenstadt und Einkaufscenter gegenseitig ergänzen. Aus meiner Sicht ein Trugschluss, denn Innenstadt und EKZ buhlen um die gleichen Mieter. Sie sind Konkurrenten und genauso verhalten sie sich auch. Ich habe zumindest noch nie gesehen, dass das EKZ LP in irgendeiner Weise in Zusammenhang mit der Essener Innenstadt wirbt. Dies ist auch nachvollziehbar, den von einem Ansons oder P & C erhält der LP keine Mieteinnahmen.
21:34
@4:
Yann, Sie mimen den Deppen, dabei wissen Sie genau, wie von Seiten der Stadt, EWG etc. da massiv gebaggert wurde. Auch um sich selbst zu huldigen und zu preisen...
Warum sind unsere Stadtvorderen so erwartungsgemäß dämlich, alle Warnungen eigentlich wider besseren Wissens in den Wind zu schlagen? Immer wieder?
-zig Stimmen waren laut, daß sich das Einkaufszentrum auf die Einkaufsstraßen negativ auswirken wird: Egal, wir wissens besser.
-zig Stimmen haben davor gewarnt, das halbe Stadion weg zuhauen, bevor Finanzierung steht: Blödsinn, wir fangen schon mal an.
Zwei Beispiele, aber die Liste kann beliebig lang werden...
Aber hinterher sind halt Tatsachen geschaffen, und zur Verantwortung wird ehniemand gezogen.
Weil diese Entwicklung so nicht vorhersehbar war...
Idiotisch, sowas.
19:58
Interessant sind zu diesem Thema ebenfalls die älteren Artikel. Die damaligen Prognosen scheinen sich ja zu bestätigen, die der Skeptiker.
19:44
@2
Wieso? Hat sie etwa ein Einkaufszentrum gebaut?
Meines Wissens war das nicht die Stadt sondern ECE ... Limbecker und Kettwiger können mit ihrem baulichen Zustand eben nur mithalten, wenn es nichts anderes gibt ... jetzt muss investiert werden ...
19:37
Voll normaaal.
18:55
ja… das ist die Stadt selber Schuld!