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HVV-Gästebetreuer

Tourismusbüro bleibt Ziel

12.02.2012 | 14:45 Uhr
Tourismusbüro bleibt  Ziel
Von Frühjahr bis Herbst bauen die HVV-Gästebetreuer an Sonn- und Feiertagen ihren Stand am Mühlengraben auf.

Essen-Kettwig. Im Jahr 2009 hatten die Gästebetreuer des Heimat- und Verkehrsvereins (HVV) ihren ehrenamtlichen Dienst aufgenommen. Seitdem stehen sie vom Frühjahr bis zum Herbst an allen Sonn- und Feiertagen mit ihrem Stand am Mühlengraben - von 11 bis 17 Uhr in zwei Schichten.

Dieter Lambach, der sich von Beginn für dieses erfolgreiche Projekt engagiert, nennt sie treffend „das Empfangskomitee“. Sie beantworten alle Fragen rund um Kettwig, halten umfangreiches Info-Material bereit - sie machen schlicht die allerbeste Werbung für „ihren“ Stadtteil.

23 Gästebetreuer gibt es derzeit - doch es könnten mehr sein (siehe Infokasten), denn solange Kettwig zwar ein attraktives Ausflugsziel ist, aber nach wie vor kein Tourismusbüro hat, sind sie oftmals die einzigen kompetenten Ansprechpartner.

Das Tourismusbüro ist ein Punkt auf einer langen Prioritätenliste von Themen, die Dieter Lambach und sein Team am liebsten so schnell wie möglich abgearbeitet sehen möchte. Dazu werden Gespräche geführt, um weitere personelle und finanzielle Unterstützung gebeten. Die Interessengemeinschaft KettIN hat die Wichtigkeit der Gästebetreuer wohl erkannt und im Rahmen einer Vorstandssitzung eine Mittelzuweisung von 1000 Euro beschlossen. Vom HVV selbst wird das Projekt mit jährlich 1500 Euro unterstützt. Doch fast noch wichtiger als das Geld ist den ehrenamtlichen Kettwig-Werbern das Abarbeiten ihrer Themenliste.

„Pflegenotstand“ spielt eine zentrale Rolle

Dabei spielt gerade der „Pflegenotstand“ eine zentrale Rolle. Marode Sitzbänke, fehlende Abfallkörbe, fehlende Wegweiser von der Ruhr und den großen Straßenkreuzungen in Richtung Altstadt. Das ist nur eine kleine Auswahl der angemahnten Probleme. Und immer wieder appelliert Lambach an gemeinsames Handeln - für Kettwig. Mit dem erklärten Ziel, die Mängelliste abzuarbeiten.

Einen bestimmten Politiker müssen die Gästebetreuer von der Wichtigkeit ihres Tuns nicht mehr überzeugen. Der ehemalige Bezirksbürgermeister Hanslothar Kranz hat erneut die Schirmherrschaft des Projekts übernommen.

Sabine Moseler-Worm

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