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Sonderwünsche

10.03.2008 | 16:05 Uhr

Weil die künftigen Eigentümer der Uferpalais-Wohnungen viele eigene Vorstellungen haben, verschiebt sich der Baubeginn um zwei Monate

Extrawürste dauern halt etwas länger: Weil einige der Käufer der geplanten Eigentumswohnungen in der Scheidtschen Ruine - jetzt Uferpalais - noch Änderungswünsche bei den Grundrissen haben, verschiebt sich der ursprünglich für diesen Monat angesetzte Baubeginn.

Bevor die Bagger anrollen, "wird es dann wohl noch zwei Monate dauern", schätzt Astrid Happel, Leiterin der Hochtief-Abteilung für Wohnimmobilien. Denn die Sonderwünsche der Käufer seien "sehr individuell": ein Bad im Türmchen oder die Zusammenlegung mehrerer Wohneinheiten zu einer. "Deshalb müssen wir noch Nachträge zur Baugenehmigung einreichen", sagt Astrid Happel.

Zufrieden sein kann sie dennoch: Von den geplanten 36 Wohneinheiten - zwischen 60 und 255 Quadratmeter groß - habe Hochtief Construction bereits 70 Prozent verkauft. "Dabei haben wir vor sechs Wochen erst mit dem Vertrieb begonnen", sagt Astrid Happel, die selbst vom "Run auf die Immobilien" überrascht ist. Interessenten für die exklusiven Immobilien am Kettwiger Ruhrufer gab es allerdings bereits bei der Präsentation des Uferpalais en masse: Rund 80 potenzielle Käufer ließen sich im November 2007 von den Firmen die Planung vorstellen.

In einem Joint Venture entwickeln die Hochtief Construction AG aus Düsseldorf und die Lion Bau GmbH & Co. KG aus Polch das denkmalgeschützte Gebäude. Eine kostenintensive Angelegenheit: 17 Millionen Euro beträgt das Volumen. Dabei soll die Ruine der Scheidtschen Tuchfabrik - 1190 Quadratmeter umbaute Fläche auf 7700 Quadratmeter Grund - streng nach den vom Denkmalamt geforderten Richtlinien in Eigentumswohnungen verwandelt werden. Dabei schützt die Denkmalsatzung allerdings nur die Silhouette des Gebäudes - beim Innenausbau ist fast alles möglich. Und sogar ein Bad im Türmchen.

Von Annette Wenzig

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