Nils Schwiemann
14.10.2009 | 18:29 Uhr 2009-10-14T18:29:00+0200Heute ist Nils Schwiemann (27) ausnahmsweise mal nicht den ganzen Tag für die KRG im Einsatz, denn heute heiratet seine beste Freundin Julia ihren Mark auf dem Kettwiger Standesamt – und da muss Nils dabei sein.
Ansonsten bestimmt die Kettwiger Rudergesellschaft aber das Leben des gebürtigen Ratingers, zumindest, was die Freizeit angeht.
„Seit 14 Jahren findet mein Leben in Kettwig statt. Hierher zu ziehen, habe ich aber leider nie geschafft.” Sein Bruder Björn Ole nahm ihn mit zum Rudern, und das hat ihn nie mehr los gelassen. Zuerst war er aktiv in verschiedensten Bootsklassen. Dann, als ihn der Beruf des Mechatronikers – er arbeitet als Servicetechniker, ist Europa weit im Einsatz – mehr und mehr einspannte, als Fachmann für alles, was mit Technik zu tun hat.
So kümmert er sich um die Motorboote der KRG und ist bei Regatten verantwortlich für die Verlegung des Albano-Systems. „So heißen die Begrenzungen der Ruderbahnen. Wir verspannen dafür bei jeder Regatta 4750 Meter Draht einen Meter unter der Wasseroberfläche. An diesen Draht knüpfen wir die Bojen und sichern sie mit 60 Kilogramm schweren Ankern. Das ist Knochenarbeit.”
Außerdem ist Nils Schwiemann verantwortlich für die Startnachen, die kleinen Boote, auf denen die Kinder liegen, die die Rennboote beim Start ausrichten müssen. „Die Startnachen müssen ständig umgesetzt werden, da wir ja Wettbewerbe mit unterschiedlichen Distanzen haben.” Das Startboot hat er vor vier Wochen selbst gekauft und stellt es der KRG zur Verfügung.
Und wenn mal Zeit übrig bleibt? „Dann wird gesurft oder gesegelt. Ende Oktober mache ich noch einen Kite-Kurs in Kiel.” Nils Schwiemann lacht. „Ohne Wasser geht bei mir gar nichts.”
0mitdiskutieren