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Cedros-Partnerschaft

21.11.2008 | 15:55 Uhr

Norbert Flör erzählte den Kindern der Schmachtenbergschule, welche Probleme die Menschen in Honduras haben. Grundschule will nun ebenfalls eine Schule in Cedros unterstützen

99 Prozent aller Menschen, die in Honduras leben, sind christlichen Glaubens. Früher allerdings war die Maya-Kultur mit ihren Göttern das Maß aller Dinge. Statuen erinnern an die untergegangene Hochkultur. Fotos: H.W. Rieck

Der katholische Pfarrverband Kettwig-Mintard pflegt seit 1995 eine Partnerschaft mit der Gemeinde Cedros in Honduras. Und durch die Spenden vieler Kettwiger wurden mittlerweile in Cedros etliche Projekte unterstützt.

Nun will auch sich auch die Schmachtenbergschule an dieser Arbeit beteiligen und eine Grundschule in Cedros unterstützen. Mit Spenden sollen Ausstattungen und Lernmaterialien finanziert werden. Aus diesem Grund hatte sich Dr. Ricardo Lagos Andino, Repräsentant des zentralamerikanischen Parlaments angemeldet, um mit den Schülern über Cedros zu sprechen, doch der Politiker musste kurzfristig absagen. Für ihn sprang Norbert Flör vom Förderkreis Cedros ein und erzählte den Kindern, mit welchen Problemen die Menschen in dem mittelamerikanischen Staat und insbesondere in Cedros konfrontiert sind.

Wilde Rodungen zerstören die Wälder, Erosion ist die Folge, weil an den gerodeten Stellen anstelle von heimischen Bäumen australischer Eukalyptus angepflanzt wird, der es bei Regenfällen mit seinen schwachen Wurzeln nicht schafft, das Erdreich zu halten. Was besonders gefährlich ist, weil immer wieder Hurrikane über Honduras hinweg jagen. Rücksicht auf die Bevölkerung werde nicht genommen. Insbesondere die Betreiber einer Goldmine in der Nähe von Cedros kannten das Wort Rücksicht nicht. Bauern wurde das Land ohne Entschädigung enteignet, das für den Betrieb der Mine notwendige Wasser abgezogen und mit Arsen und Quecksilber vergiftet. So trocknete das einst fruchtbare Gebiet völlig aus. Mittlerweile ist zwar die Mine geschlossen, die Umweltschäden wurden aber nicht beseitigt, so dass den Bauern das Überleben unmöglich gemacht wurde. Kindgerecht erläuterte Flör die Problematik, stellte Fragen und band die Schüler so mit ein. Einhellige Meinung: Ein gelungener und informativer Vormittag in der Schule.

Von Michael Jacobs

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