Zwei neue Skulpturen für Werden

Der Bildhauer Roger Löcherbach in seinem Freiluft-Atelier in Essen-Fischlaken.
Der Bildhauer Roger Löcherbach in seinem Freiluft-Atelier in Essen-Fischlaken.
Foto: WAZ FotoPool

In der Nähe des Kräutergartens sollen sie ihren Platz finden - die beiden übermannsgroßen Holzskulpturen des Fischlaker Bildhauers Roger Löcherbach. Der Standort ist mit Bedacht gewählt. Heinz-Josef Bresser von der Kulturgemeinde Werden: „Der Platz liegt in direkter Nähe der Folkwang Universität der Künste und des früheren Eingangs zur alten Bildhauerschule.“

Aber trotzdem mitten im öffentlichen Raum, einen Steinwurf von der viel befahrenen B224 entfernt. Und das war Barbara Schröder besonders wichtig. Sie ist Initiatorin des Projektes und fand im Geschichts- und Kulturverein Werden einen Partner, der sie unterstützen wird. „Die Kunst ist in Werden versteckt - dabei würde es perfekt zum Stadtteil passen, wenn wir mehr Kunst in den Alltag integrieren würden“, sagte sie schon bei einem Gespräch vor knapp einem Jahr.

Jetzt soll das Kunstprojekt ordentlich Fahrt aufnehmen. Bei einem Ortstermin im Atelier des Bildhauers in Fischlaken machten sich Barbara Schröder und Heinz-Josef Bresser ein genaues Bild der beiden Objekte, die künftig an prominenter Stelle ihren Platz finden sollen. Die ausdrucksstarken Figuren stellen einen stehenden Mann und eine sitzende Frau dar - jeweils mit einem goldenen Horn in der Hand. „Und auch das passt perfekt zur Folkwang Universität“, findet Bresser.

Er kann sich gut vorstellen, an einem lauen Sommerabend dort in der Nähe des Brunnens zu sitzen, auf die Skulpturen zu schauen und den Tönen, die aus dem Ostflügel schallen, zu lauschen.

Barbara Schröder legt viel Wert darauf, „dass wir die Werdener an diesem Projekt beteiligen. Die Bürger, die durch Werden gehen, sollen denken - da habe ich mitgemacht. Das wird ihnen nicht vorgesetzt, sondern sie können sich daran beteiligen.“

Und das mit einer kleinen oder großen Spende, denn noch ist der Ankauf der beiden Skulpturen nicht finanziert. Sie sind übrigens aus Eichenholz geschnitzt und wiegen gemeinsam rund anderthalb Tonnen.

Unterstützung aus der Politik hat das Projekt auch schon. CDU-Ratsfrau Martina Schürmann will sich bei den zuständigen Ämtern um die notwendigen Genehmigungen kümmern.