Werdens Neuzugang bei den Eismachern

Marina Hajurli hat an der Wigstraße das „Werdener Eistütchen“ eröffnet.
Marina Hajurli hat an der Wigstraße das „Werdener Eistütchen“ eröffnet.
Foto: WAZ FotoPool

Essen-Werden..  Jetzt ist er endlich da! Und das mit geballter Kraft: Der Sommer! Zum Glück ist Werden mit seinen Eisdielen bestens gerüstet, um auch bei weit über 30 Grad einen kühlen Kopf zu bewahren.

Noch nicht ganz so lange vor Ort, aber schon nicht mehr aus dem Stadtteil wegzudenken, ist das Sorelli’s an der Brückstraße. Ausgefallene Eissorten wie gesalzene Erdnuss, Holunder-Minze oder vegane Sorbets und eine breite Auswahl an Frozen Joghurts haben längst ihre Fans gefunden. Cool – und zwar nicht nur das, was verkauft wird, sondern auch die moderne, charmante Einrichtung.

Die Klassiker der Gelateria, wie Spaghetti-Eis und Amarena-Becher, findet man hingegen bei Kika’s am Werdener Markt – und das seit nunmehr fast 30 Jahren. Laut der aktuellen „Feinschmecker“-Ausgabe darf sich Kikas zu den 40 besten Eisdielen Deutschlands zählen.

Und dann wäre da das Dolce Vita an der Grafenstraße. Wie der Name schon verrät: Hier kommt original italienisches Eis in die Becher und Hörnchen - serviert von einer immer gutgelaunten Chefin, die ihre Gäste bestens zu unterhalten weiß.

Jetzt mischt sich unter Werdens Eisszene noch ein weiteres Lädchen: das Werdener Eistütchen. Noch nicht gewusst? Das mag vielleicht daran liegen, dass Inhaberin Marina Hajurli ihren Standort etwas abseits vom Zentrum gewählt hat. Die Wigstraße geht’s hoch, Haunummer 19.

Der kleine Eckladen, wo in der Vergangenheit schon Pizza, Sushi und Döner über die Theken gingen, wurde von Grund auf renoviert und ist nun Produktions- und Verkaufsstätte von hausgemachtem Eis.

Hajurlis Schwager ist es, der täglich in der Eisküche steht und die kalten Spezialitäten nach italienischem Rezept herstellt. „Mein Schwager hat das Handwerk vor 20 Jahren gelernt“, erklärt die 36-jährige Inhaberin, die ursprünglich mal eine Ausbildung zur Maler- und Lackiererin absolviert und auch schon als Verkäuferin gearbeitet hat.

„Die Idee, eine eigene Eisdiele zu eröffnen, habe ich aber schon sehr lang“, sagt Hajurli. Doch der Traum musste erst einmal hinten anstehen - drei Kinder brachte sie zur Welt und das hatte eindeutig Priorität.

Als es mit der Verwirklichung der Existenzgründung konkret wurde, machte sich die gebürtige Velberterin auf die Suche nach einer geeigneten Immobilie - und sie wurde nach fast zweijähriger Suche an der Wigstraße fündig.

„Ich mag Werden sehr, habe hier viel Zeit verbracht, da mein Onkel hier früher seine Firma hatte“, erinnert sich Hajurli. Ja, mit Kika’s, dem Dolce Vita und Sorelli’s sei die Konkurrenz zwar groß, doch müsse sich ihr Eis geschmacklich nicht hinter den anderen verstecken, ist sie überzeugt. Rund 20 Sorten stehen im Werdener Eistütchen zur Auswahl. Das Angebot wechselt - je nachdem, was ihrem Schwager gerade so einfällt. Klassiker wie Schokolade und Erdbeer liegen aktuell genauso in der Gefriertruhe, wie auch Yoghurt-Pfefferminze oder Rhabarber.

Sorelli’s eröffnet eine Filiale

Irgendwann, so sagt die Inhaberin, wolle sie vielleicht nochmal den Standort wechseln. Gerne innerhalb Werdens – eben dort, wo die besten Eisdielen der Stadt beheimatet sind. Aber das ist natürlich eine ganz subjektive Meinung.

Das Sorelli’s wird übrigens heute eine Filiale eröffnen - direkt an der Rüttenscheider Straße.