Werden nutzt die Lage am Wasser

Das Blasorchester Werden bei der Eröffnung des Treidelplatzes unter der Gustav-Heinemann-Brücke in Werden.
Das Blasorchester Werden bei der Eröffnung des Treidelplatzes unter der Gustav-Heinemann-Brücke in Werden.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Werden zieht’s mehr und mehr ans Wasser. Jetzt wurde auf Initiative des Bürger- und Heimatvereins der Treidelplatz unter der Gustav-Heinemann-Brücke eröffnet.

Essen-Werden..  In Werden macht man eine Menge richtig. Die Umgestaltung des Ruhrufers war ein Kraftakt der Initiative „Werden ans Wasser“. Die Sitzstufenanlage neben dem Bootsverleih bietet eine Fülle von Lieblingsplätzen mit Blick auf den Fluss und den Brehm. Direkt daneben die „Werdener Wiesn“, der Biergarten von Mali Sirin, der sich mit viel Engagement für den Standort eingesetzt. Und jetzt auch noch der Treidelplatz.

Der liegt unter der Gustav-Heinemann-Brücke. Aus dem Dornröschenschlaf erwachte er bereits durch die vielen farbenfrohen Graffiti an den Wänden. Zum Endspiel der Fußball-WM 2014 machte Mali Sirin ihn zu einer richtig coolen Location. Und jetzt hat er sogar noch einen Namen.

Treidelplatz. Die „Jedermänner“, eine sportliche Herrentruppe des WTB, war Ideengeber. Der Bürger- und Heimatverein war angetan, reichte den Antrag ein, erhielt das klare Ja und ein offizielles Schild. Und am Samstag wurde der Platz nun eingeweiht. Mit OB Reinhard Paß, Thomas Kufen, der ihn in diesem Amt gern beerben würde, mit Bezirksbürgermeister Michael Bonmann und fast der kompletten BV IX, mit unzähligen weiteren Honoratioren und vielen Bürgern, die der Veranstaltung einen würdigen und anerkennenden Rahmen gaben.

Carl-Hans Weber, Vorsitzender des Bürger- und Heimatvereins (WBH), ist um kurz vor 16 Uhr ein wenig nervös. Der OB wurde noch nicht gesichtet. Doch auch Paß wird pünktlich sein. Das Blasorchester Werden spielt, und ein kleiner roter Trecker fährt knatternd Kinder nebst Eltern Runde um Runde über den Brehm. Die Hüpfburg ist aufgebaut, die Sitzplätze alle belegt. Die Stimmung ist entspannt. Die Nähe zum Wasser macht was mit uns Menschen. Die Infotafel, die viel zur Historie des Treidelns und zur Ruhrschifffahrt preisgibt, wird enthüllt.

Die Nähe zum Wasser macht was mit uns Menschen

Kuh, Pony, Schaf - die herrlichen, tierischen Holzskulpturen des Fischlaker Bildhauers Roger Löcherbach stehen wie zufällig auf dem Festplatz und verführen zum Lächeln.

Ein Nachmittag wie gemalt. Am Geländer der Ruhrbrücke über dem Treidelplatz stehen Zuschauer. Das Geschehen am Ruhrufer wirkt einladend. Einfach die Treppe runter und mitfeiern.