Wenn Seehofer und Erdogan in Essen-Kettwig zu Rappern werden

Die Kettwichte des Theodor-Heuss-Gymnasiums gaben eine Kostprobe aus ihrem neuen Bühnen-Programm. Highlight wird das selbst produzierte Rap-Video mit politischer Prominenz.
Die Kettwichte des Theodor-Heuss-Gymnasiums gaben eine Kostprobe aus ihrem neuen Bühnen-Programm. Highlight wird das selbst produzierte Rap-Video mit politischer Prominenz.
Foto: Herbert Höltgen
  • Das aktuelle Programm der Kettwichte wurde für ein Weihnachtsspezial erweitert.
  • Die Gäste dürfen sich auf ein selbst erstelltes Rap-Video freuen.
  • Lehrer Christian Reindl freut sich über die Eigeninitiative seiner Schüler.

Essen-Kettwig..  „Wir nützen Deutschland“ – so lautet der aktuelle Titel des Schüler-Kabaretts „Kettwichte“ des Theodor-Heuss-Gymnasiums. Das Stück feierte seine Premiere bereits Anfang September. Inhaltlich geht es unter anderem um Schule und Schulpolitik sowie um philosophische Grundfragen.

Pünktlich zur Jahreszeit wurde das Stück nun um neue Ideen ergänzt und zu einem Weihnachtsspezial weiterentwickelt. Vorgeführt wird es am Freitag, 9. Dezember, um 19.30 Uhr im Alten Bahnhof Kettwig. „Wir haben gewisse Programmpunkte neu aufgenommen. Dazu gehört unter anderem ein von den Kettwichten selbst entwickeltes Rap-Video“, so Lehrer Christian Reindl.

Weihnachtliche Melodie

In dem Lied rappen Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer und der Präsident der Türkei Recep Erdogan – gespielt von Schülern des Kabaretts. Die Melodie des Songs dürfte allen Zuschauern bekannt vor kommen – die Weihnachtshymne Jingle-Bells nur etwas aufgepeppter. „Sie äußern sich in dem Rap zu politischen Themen – allerdings mit Humor“, berichtet Schüler Lars Marquardt. „Da wir alle selbst gerne Musik hören und Musikvideos schauen, ist uns die Idee gekommen.“ Damit das Video auch mit einem original Rap-Video der bei den Kettwichten beliebten Stars mithalten kann, haben sie sich ordentlich ins Zeug gelegt. Elemente wie Waffen, Geldübergabe und Autos dürfen nicht fehlen – aber nicht gewalt-, sondern satiremäßig. „Wir hoffen, dass wir damit mehr junge Leute ansprechen können“, so Marquardt.

Das knapp vierminütige Video wurde in Eigenregie an zwei Tagen in der Schule gedreht – der Text ist von den Kettwichten selbst geschrieben. Während des Auftritts im Alten Bahnhof soll es dann an einer Leinwand dem Publikum präsentiert werden. Auch Christian Reindl ist schon gespannt, wie das Video bei dem Publikum ankommt. „Am Tag der offenen Tür vor zwei Wochen ist es bei den Besuchern bereits positiv aufgenommen worden“, berichtet er.

Positiv gestimmt ist er ebenfalls über die Eigeninitiative der Kettwichte, das Stück zu erweitern. „Es ist schön, dass die Schüler selbst etwas gestalten und sich somit näher mit Themen beschäftigen.“

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