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Kinderheim St. Josefshaus

Vom guten Miteinander profitieren

12.11.2012 | 16:23 Uhr
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Vom guten Miteinander profitieren
Die Eröffnung der 19. Benefiz-Gala des Kinderheims St. Josefshaus.Foto: Reiner Worm

Essen-Schuir. Knapp vor Jubiläum: Zur mittlerweile 19. Benefizgala hatte der Förderkreis des Kinderheims St. Josefshaus geladen. Zum fünften Mal in Folge als „Gänseball“, zum fünften Mal in Folge bei der Familie Kammesheidt.

Dass dieser Abend einen besonders hohen Unterhaltungswert und einen großen Wohlfühlfaktor haben sollte, konnte Moderator und Heimleiter Ralf Kuhlmann im Vorfeld nur hoffen. Schließlich „kütt et wie et kütt“ - und es kam prachtvoll.

Dem Kinderheim ein Gesicht geben, für eine tiefe Verankerung im Stadtteil sorgen... Das war damals die Motivation für den allerersten Benefizabend. Der fand im Saal des Petershofs statt. Mit einem Fachvortrag, mit Klaviermusik und Häppchen. Ralf Kuhlmann war damals für die Dekoration zuständig und befand, „dass diese Veranstaltung unbedingt fröhlicher werden muss“.

Also machte er selbst. Mit Erfolg. Nach Jahren im Petershof folgte der Umzug in das Zirkuszelt der Familie Antoni. Und schließlich fand die Kinderheim-Familie in der Feierscheune von Landwirt Kammesheidt eine Atmosphäre, die passte. Haargenau. Und Menschen, „die uns und dem Kinderheim sehr zugetan sind“, sagt Ralf Kuhlmann. „Der Gedanke, Synergien zu nutzen, war für uns immer sehr wichtig. Jeder trägt etwas dazu bei - auch wir geben immer wieder etwas zurück, unterstützen zum Beispiel bei Erziehungsfragen.“ Nie wollte er die Bedürftigkeit der Kinder und Jugendlichen, die im Josefshaus mit großem Engagement betreut werden, in den Mittelpunkt stellen. „Alle profitieren von dem guten Miteinander - und ich bin sicher, dass wir mittlerweile ein fester Bestandteil Kettwigs geworden sind. Einfach ein Teil des Ganzen...“

Die Planung für die Jubiläumsveranstaltung steht. Zumindest in groben Zügen. Noch wirkt der Freitagabend nach. Die Resonanz ist durchweg positiv, die Erinnerungen noch frisch. Die Erinnerungen an viele Gäste, die im Laufe der Jahre zu Freunden wurden. Freunde, die die Einrichtung dringend braucht. Die helfen, wenn Not ist, „mit denen man aber auch mal richtig feiern muss“, sagt Ralf Kuhlmann.

Und die auch ein Dankeschön verdient haben. So wie die „Schutzengel 2012“. Die Förderkreis-Auszeichnung ging an Sandra und Andreas Baeck vom „Frechdachs“. Verliehen wurde sie von den Vorgängern. Von Simone und Thomas Lenk. „Das sind Menschen, die eng mit uns verbunden sind. Und das ist enorm wichtig für unsere tägliche Arbeit“, weiß Ralf Kuhlmann.

Einmal Kinderheim - immer Kinderheim. Das Büfett für die 190 Gala-Gäste spendeten wieder Gisela und Reinhard Schriever vom Hotel-Restaurant „Sengelmannshof“, Inke und Gregor Fey von „Blumen Akzente“ sorgten für die Deko und, und... Und dann ging sie ab, die Party. So um vier Uhr in der Früh wird es wohl gewesen sein, als die letzten Gänseball-Gäste den Weg über die Kamisheide nach Hause antraten.

Nach einem Programm mit der Tanzgarde aus Gelsenkirchen und der Fidelio-Showgarde, mit der Band Foss Doll und Sängerin Jean, mit Susan Kent („die ist ja ein Knaller“ - und das meinte nicht nur ein Gast), mit einer Tombola, mit rührenden, mitreißenden Momenten.

Der Oberbürgermeister war übrigens nicht da. Der konnte erst nicht, dann wollte er doch. Da war der Platz vergeben. An den ehemaligen Bezirksbürgermeister Hanslothar Kranz als Schirmherr. Der ist dem Heim schon ewig und drei Tage aufs Engste verbunden. 2013 wird Jubiläum gefeiert. Mit dem OB. Und mit Hanslothar Kranz. Und mit „Gans & Gloria“. Unter Freunden.

Sabine Moseler-Worm

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