Viel positive Resonanz auf Rückkehr der Meile

Gutes Essen, guter Wein, gute Musik - so war z.B. die Meile 2009.
Gutes Essen, guter Wein, gute Musik - so war z.B. die Meile 2009.
Foto: Reiner Worm
Was wir bereits wissen
Nach nur drei Jahren ist das Thema „Seerosenfest“ vom Tisch. Der Vorgänger der Meile wurde abgesagt - jetzt ist die Meile zurück.

Essen-Kettwig..  Anrufe und E-Mails, Kommentare im Internet - die Resonanz auf die Entscheidung des Heimat- und Verkehrsvereins (HVV), nach drei Jahren das Thema „Seerosenfest“ ad acta zu legen, ist durchweg positiv.

Aus dem Gourmetfest, dass als Nachfolger der Musikalisch-kulinarischen Meile an Ruhrufer und Stausee stattfand, wird wieder die „Meile“ - und die kehrt an ihren angestammten Platz mitten in der Kettwiger Altstadt zurück (wir berichteten).

Auf dem Rathausplatz und dem Markt, entlang der Schulstraße bis zur Geno-Bank, neben der Evangelischen Kirche am Markt und in der Kirchfeldstraße wird sie vom 13. bis 16. August stattfinden - die Meile 2015. Mit einem anspruchsvollen kulinarischen und musikalischen Angebot.

Finanzielle Probleme beim Seerosenfest 2014, langwierige Diskussion im Vorfeld der Veranstaltung 2015 und die Tatsache, dass nicht mehr genügend Gastronomen zur Verfügung standen, hatten letztendlich zum Aus geführt.

In der Facebook-Gruppe „Wenn du in Kettwig aufgewachsen bist...“ fasst Sascha Burgsmüller die Gemütslage der Meilen-Fans zusammen: „Kompliment an Herrn Kryl und den HVV. Eine ganz ausgezeichnete und couragierte Entscheidung, das ehemalige Highlight im jährlichen Kettwiger Festkalender wieder an die Stelle des Ursprungs zu verorten. Ohne Zweifel war die Kulisse des Seerosenfests großartig, aus meiner Sicht jedoch leider nur für Fotos. Der Ententeich am Mühlengraben und die davorliegenden Wiesen sind ca. 360 Tage im Jahr alles andere als appetitanregend, dementsprechend fiel es sicherlich dem einen oder anderen Kettwiger schwer, sich dort uneingeschränkt wohl zu fühlen. Die Kettwiger Altstadt hat da doch wesentlich mehr Charme, insbesondere weil der ortsansässige Handel und die Gastronomie eingebunden werden und messbaren Mehrwert schaffen. Sollte es wieder eine Bühne und Livemusik geben, muss man sich um gute und beschwingte Stimmung nicht sorgen. Bleibt nur zu hoffen, dass es von den Besuchern angenommen wird und sich für die Beteiligten auszahlt“.

Martin Kryl, Vorsitzender des HVV, hat gemeinsam mit seinem Vorstand und dem versierten Organisator Eberhard Kühnle die „Meile“ nun an ihren ursprünglichen Standort zurückgeholt. Für Eberhard Kühnle ist „die Organisation der Kettwiger Meile eine neue und sehr spannende Aufgabe.“ Besonders die Zusammenarbeit mit Martin Kryl mache Spaß - „zwischen der Absage des Seerosenfestes und der Entscheidung, die Meile wieder aufleben zu lassen, lagen nur wenige, aber intensive Wochen. Momentan sind wir fast zwölf Stunden am Tag in Kontakt. Und uns ist besonders wichtig, dass wir die Kettwiger nicht enttäuschen“, sagt Kühnle.

Positiv sei auch die Resonanz der Kettwiger Einzelhändler. „Es haben sich schon einige Geschäftsfrauen bei mir gemeldet, die zur Meile gemeinsame Sache machen werden - sie wird man auf dem Marktplatz finden.“

Auch KettIN begrüßt die HVV-Entscheidung. Vorsitzender Wolfgang Bieger will dem Vorstand der Interessengemeinschaft eine Beteiligung an der Veranstaltung vorschlagen.
So sollen die Straßenlaternen dem Anlass entsprechend geschmückt und die Kosten für ein Werbebanner über der Graf-Zeppelin-Straße übernommen werden.

Außerdem könnte es einen finanziellen Zuschuss für KettIN-Mitglieder geben, die von dem Angebot Gebrauch machen und sich auf dem Marktplatz präsentieren. So verfuhr KettIN schon anlässlich der 1. Hugenpoeter Parktage. Dort hatten sich KettIN-Mitglieder zusammengeschlossen und waren gemeinsam mit ihren Angeboten vertreten.

Das Geheimnis um die teilnehmenden Gastronomen wollen Kryl und Kühnle übrigens bald lüften...