Verwaltung will Straßencafé nicht genehmigen

Vor dem Café Sprenger an der Schulstraße will Inhaberin Patricia Silberbach von April bis Oktober Tische und Stühle aufstellen.
Vor dem Café Sprenger an der Schulstraße will Inhaberin Patricia Silberbach von April bis Oktober Tische und Stühle aufstellen.
Foto: WAZ FotoPool

Essen-Kettwig..  Der Antrag ist klar formuliert. Patricia Silberbach möchte vor ihrem „Café Sprenger“ ein Straßencafé einrichten. Tische und Stühle raus - von April bis Oktober. Die Antwort der Verwaltung ist ebenso eindeutig: ein klares Nein, weil dadurch zwei Parkplätze an der Schulstraße wegfallen würden.

Am Dienstag hatte die Bezirksvertretung diesen Punkt auf der Tagesordnung. Sie schloss sich nicht dem Veto der Verwaltung an, sondern vertagte die Entscheidung auf die Februarsitzung. Bis dahin solle sich die Verwaltung Gedanken darüber machen, ob es nicht machbar sei, Kaffee und Kuchen auf einer Freifläche vor dem Rathaus anzubieten. „Das wäre natürlich eine Möglichkeit, aber dazu brauchen wir einen freien Raum im Rathaus. Dort müssen wir unter anderem die Kaffeemaschine und die Kühlschränke stellen können. Die Theke können wir rausschieben und Toiletten gibt es in unserem Café“, sagt Patricia Silberbach, die auch das Stammhaus an der Frankenstraße und eine Filiale in Rüttenscheid betreibt.

„Ich kann trotzdem nicht verstehen, dass uns das Straßencafé vor der Tür nicht einfach genehmigt wird. Es wäre auch nur ein einziger Parkplatz, der wegfallen würde, weil auf dem anderen eh eine Laterne steht. Und wir beleben damit ja auch diese Ecke Kettwigs.“

Bezirksbürgermeister Michael Bonmann hatte in der Sitzung dafür plädiert, die Genehmigung zu erteilen, denn „wenn ein Betrieb - natürlich nach Vorgaben - etwas machen will, muss man ihm auch die Chance geben“. Er schloss sich dann aber der Meinung seiner Kollegen an und erbittet von der Verwaltung einen Alternativvorschlag, aber „das muss jetzt schnell beantwortet werden, denn die Betreiber brauchen Planungssicherheit“.

Das Zögern ärgert Patricia Silberbach: „Man muss doch auch an das Gesamtkonzept für Kettwig denken und daran, dass da Arbeitsplätze und hohe Investitionen dranhängen“. Und außerdem wäre eine Ablehnung ungerecht, denn „andere Betreiber in Kettwig haben das doch genehmigt bekommen - da fallen doch auch Parkplätze weg“.