Unbekannte verwüsten Biergarten am Haus Scheppen

Zornig und reichlich frustriert: Der Biergarten von Nicola und Rainer Adrian am Motorradtreff am Haus Scheppen wurde in der Nacht zum Sonntag von bislang Unbekannten heimgesucht und zum Teil verwüstet.Foto
Zornig und reichlich frustriert: Der Biergarten von Nicola und Rainer Adrian am Motorradtreff am Haus Scheppen wurde in der Nacht zum Sonntag von bislang Unbekannten heimgesucht und zum Teil verwüstet.Foto
Foto: WAZ FotoPool / Olaf Ziegler
Was wir bereits wissen
Motorradtreff: Selbst der mächtige Restmüllcontainer landete irgendwann in der Nacht zum Sonntag im Baldeneysee. Polizei sucht Zeugen.

Essen-Fischlaken.. Was für ein Wochenende. Kaiserwetter und königsblauer Himmel, wie gemalt für den einen oder anderen Ausflug. Menschen ohne Ende, die auch Spaß ohne Ende hatten und den lieben Gott ’nen guten Mann sein ließen . . . Nicola und Rainer Adrian indes war so rein gar nicht nach guter Laune zu Mute. Das Ehepaar, seit 26 Jahren Pächter des sehr beliebten Motorradtreff-Biergartens am Haus Scheppen direkt am Baldeneysee, ist frustriert. Und zornig, denn Unbekannte haben wie bereits berichtet, in der Nacht zum Sonntag fast das gesamte Areal verwüstet. Die Polizei fahndet mit Hochdruck, hatte aber am Montag noch keine Spur. Zeugen sollten sich melden (0201/829-0).

Polizei sucht Zeugen

Vandalismus Als der Betrieb am Samstag gegen 22 Uhr geschlossen wurde, war noch alles in Ordnung. Als am frühen Sonntagmorgen um kurz nach 5 Uhr dann jedoch Neffe Michael Adrian auftauchte, um routinemäßig den nächsten Geschäftstag vorzubereiten, entdeckte er die Sauerei. Bislang unbekannte Strolche hatten sich über den Biergarten hergemacht und in gewissem Sinn eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Bänke Tische, Gelbe Säcke, Sonnenschirme – selbst der 2,5 m3 große Restmüllcontainer waren im See gelandet. „Zum Glück“, so Nicola Adrian am Montag, „haben mein Neffe und spontane Helfer von der DLRG direkt ganze Arbeit geleistet, so dass der Betrieb an diesem wunderschönen Sonntag weitestgehend normal laufen konnte.“ Einnahmen seien den Pächtern kaum entgangen, zu Bruch ging zum Glück auch nicht viel.

Der Ruhrverband rückte mit schwerem Gerät und einem Bergungsschiff an, brauchte letztlich aber nicht mehr einzugreifen, da die vielen fleißigen Hände bereits aufgeräumt und alles aus dem See gefischt hatten. Zum Glück war der Müllcontainer erst freitags geleert worden und der neue Müll in Säcken verpackt, so dass nichts im See gelandet sein dürfte.

Nicola Adrian: „Seit wir hier sind, ist so was noch nicht passiert. Wer macht so was?“ Dass man sich nicht total gegen Vandalen und andere Strolche schützen kann, weiß sie. Dennoch werden die Adrians Maßnahmen ergreifen, werden etwa Kameras installieren. Und auch die Polizei nimmt den Vorfall sehr ernst: „Das ist wahrlich kein Schülerstreich und zieht strafrechtliche Konsequenzen nach sich“, so Polizeisprecher Ulrich Faßbender.