Trauer um Friedhelm Tanski

Friedhelm Tanski und seine Frau Ruth im November 2010 bei einem Empfang in der Aula des Werdener Gymnasiums anlässlich seines 80. Geburtstages.
Friedhelm Tanski und seine Frau Ruth im November 2010 bei einem Empfang in der Aula des Werdener Gymnasiums anlässlich seines 80. Geburtstages.
Foto: WAZ FotoPool

Essen-Werden..  Nach langer und schwerer Krankheit starb Friedhelm Tanski am Montag im Alter von 84 Jahren.

Der langjährige Leiter des Werdener Gymnasiums wurde in Altenessen geboren und wuchs dort auch auf. In den Semesterferien arbeitete er im Bergbau, mal über und mal unter Tage. Und während seines Studiums in Düsseldorf lehrte er bereits in Werden und an der Luisenschule - ohne Examen, aber mit viel Einsatz.

Fleiß und Durchhaltevermögenzeichneten Friedhelm Tanski aus

Fleiß und Durchhaltevermögen waren immer Eigenschaften, die Friedhelm Tanski auszeichneten. Nach dem Referendariat blieb er am Werdener Gymnasium, leitete von 1975 bis 1995 die Schule. In der kirchlichen Jugendarbeit lernte er seine Frau Ruth kennen - sie starb nur wenige Tage vor ihm.

„Friedhelm Tanski hat mich zu meinem Engagement für Werden angestiftet, mit dem Pavillon 1200 Jahre Werden, mit der Organisation von Kulturreisen, mit Arbeiten für die Kulturgemeinde. Über die Jahre hat sich eine tiefe Vertrautheit mit ihm und seiner lieben Frau entwickelt, für die meine Frau und ich dankbar sind“, sagt Siegfried Rhein, der bei den Werdener Sangesfreunden, im Bürgermeisterhaus und beim Geschichts- und Kulturverein aktiv war.

Und Felicitas Schönau, Leiterin des Werdener Gymnasiums schreibt in ihrem Nachruf: „Die Schule hat und ich habe Dir zu danken für Deine Arbeit im Sinne des Werdener Gymnasiums. Mir bist Du ein treuer Ratgeber gewesen, dessen Wort ich vermissen werde. Und wenn ich eines an Dir besonders bewundert habe: Ich habe Dich nie klagen hören, auch und gerade nicht in den letzten schweren Jahren. Du hast im Verständnis Deiner Aufgabe jede Last auf Dich genommen. Deine Liebe zum Werdener Gymnasium habe ich stets mit Bewunderung erlebt, zumal Du nicht viel davon gesprochen, sondern Deine Haltung in Deinem Tun verwirklicht hast. Und dafür sage ich Dir Dank über Deinen Tod hinaus.“

Heinz Hoffmanns, Werdener Apotheker, guter Freund und auch ein langjähriger Weggefährte von Friedhelm Tanski sagt: „Er hat wie kein anderer die kulturelle Szene in Werden und darüber hinaus belebt und geprägt.“

Viele Werdener trauern um Friedhelm Tanski und seine Frau Ruth - gemeinsam mit den drei Kindern und fünf Enkelkindern. Die Beisetzung findet am Samstag auf dem Werdener Friedhof an der Kirchhofsallee statt. Die Messe in der Basilika beginnt um 9 Uhr.

Friedhelm Tanski war immer ein sehr gläubiger Mensch und sagte einmal: „Ich bin nicht allein, Gott führt mich“ - diese Gewissheit habe ihn immer durch all seine Probleme getragen.“

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