THG lädt ein zum Benefizabend

Unter Anleitung von Regine Henrichs (2.v.l.) nähen die THG-Schülerinnen Kissen, die im Rahmen des Benefizabends verkauft werden sollen.
Unter Anleitung von Regine Henrichs (2.v.l.) nähen die THG-Schülerinnen Kissen, die im Rahmen des Benefizabends verkauft werden sollen.
Foto: FUNKE Foto Services

Essen-Kettwig..  Europa heißt helfen- unter diesem Motto findet am Dienstag, 19. Mai, der Benefizabend des Theodor-Heuss-Gymnasiums zugunsten einer Förderschule für Kinder mit Trisomie 21 in der Ukraine statt. Doch auch die Wochen der Vorbereitung auf diesen Abend stehen schon ganz im Zeichen dieses Mottos, denn mit vielen Händen und viel Engagement nehmen die THGler die Organisation des Abends in Angriff.

Entstanden ist die Idee für ein Projekt dieser Art in einem Arbeitskreis mit Lehrern, Eltern und einigen Schülervertretern, darunter Schülersprecher Lucas Spelter. Denn trotz der Rolle als Europaschule und der Einbindung europäischer Unterrichtsinhalte „fehlte das soziale Engagement am THG bislang“, sagt der Schülersprecher. Aus diesem Grund sei es jetzt umso besser, dass im Jahr 2015 gleich mehrere soziale Projekte starteten. Auch ein „Social Work Day“ zugunsten einer Schule in Rumänien sei noch in diesem Mai geplant.

Die Entscheidung, den Benefizabend für die Förderschule in der Ukraine zu veranstalten, fiel zum einen auf Grund der bereits bestehenden Kontakte in die Region und der Zusammenarbeit mit dem deutsch-ukrainischen Kulturzentrum in Düsseldorf. Doch mindestens ebenso überzeugte die angestrebte Nachhaltigkeit des Projektes. Lehrerin Madeleine Werners erzählt: „Die Förderschule für Kinder mit Trisomie 21 wird erst im September eröffnet und wir möchten den Aufbau gern von Anfang an unterstützen, um die Zusammenarbeit dann in den nächsten Jahren beizubehalten und möglichst noch enger in Kontakt zu treten.“

Unter der Leitung von Madeleine Werners arbeiten in der „Europawoche“ 35 Kinder der Jahrgangsstufe 8 intensiv daran, dass bei der Veranstaltung in zwei Wochen so viele Spenden wie möglich für das Projekt in der Ukraine gesammelt werden können.

Dafür ist eine Menge Kreativität gefragt, doch es ist für jeden etwas dabei: In verschiedenen Arbeitsgruppen sammeln Schüler zum Beispiel Informationen zu Trisomie 21. Es werden außerdem Kissen und Schals genäht, die am Abend zum Verkauf stehen. Mit Hochdruck sprechen die Organisatoren weitere Sponsoren in Kettwigs Altstadt für die Tombola des Abends an.

Koordinatorin Werners ist besonders vom Fleiß ihrer Schüler begeistert: „Es macht viel Freude, zu sehen, dass die Kinder morgens schon von selbst anfangen, an ihren Projekten zu arbeiten, bevor überhaupt ein Lehrer da ist.“ Die Mädchen und Jungen stürzen sich mit viel Tatendrang in das Projekt und lassen sich auch von kleinen Rückschlägen nicht unterkriegen.

Damenschneiderin Regine Henrichs, die den Nähkurs mit zehn Mädchen anleitet, berichtet: „Obwohl fast alle Teilnehmerinnen vorher noch nie genäht haben, machen sie das schon sehr selbstständig.“ Schon stapeln sich Kissen, Federmäppchen, Schals in verschiedensten Farben und Mustern für den Benefizabend. Auch wenn es hier und da noch mühsam ist: „Ich muss viel auftrennen“, stöhnt Freyja (13), doch dann macht sie sich lachend direkt wieder an die Arbeit.

Rund um die Tombola, bei der die Gäste aus 300 Losen die Chance auf einen Zeppelinflug, einen Wellnessgutschein, ein Abendessen oder viele weitere Gewinne haben, steht der Abend vor allem im Zeichen der europäischen Kultur.

Traditionelle Tänze aus Griechenland oder Bulgarien, Musik von den Schulchören und der Schulband Magic! sowie Teile aus dem aktuellen Programm der Kettwichte bilden das abwechslungsreiche Programm.

Doch alles verraten wollen die Organisatoren nicht: Die Saalwette bleibt bis zum Veranstaltungsabend geheim - als Gewinn spendet der Buchholzhof 500 Euro.