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Tapas und Tradition - in der Gaststätte „Im Stillen Winkel“

22.10.2012 | 14:57 Uhr
Tapas und Tradition - in der Gaststätte „Im Stillen Winkel“
Maria Fernandez eröffnet die Traditionskneipe "Im Stillen Winkel" an der Landsberger Straße.Foto: Herbert Höltgen

Essen-Kettwig. In der Gaststätte „Im Stillen Winkel“ ist es im Moment alles andere als still. Seit einigen Wochen wird in der Landsberger Straße 9 gehämmert, gesägt und gebohrt. Maria Fernandez, die neue Besitzerin des Lokals, lässt alle Räume renovieren. Eröffnen will sie Anfang November.

„Ich freue mich schon, aber es gibt auch noch so viel zu tun“, sagt Maria Fernandez und sieht sich in ihren neuen vier Wänden um. Man kann es ihr nicht verdenken: Schankraum und Küche sind noch eine einzige Baustelle. Rund um die Theke erneuert sie Möbel und Beleuchtung, die Küche bekommt einen neuen Boden und eine komplett neue Ausstattung.

Die Wände in den Gasträumen will die Wahl-Kettwigerin mit typisch spanischer Dekoration schmücken, auf der Einkaufsliste steht außerdem ein neuer Fernseher, damit die Gäste „Im Stillen Winkel“ auch Fußballspiele anschauen können. „Gemütlich soll es werden“, fasst Fernandez zusammen. Mittlerweile wurde die Hausfassade gelb angestrichen, neue Werbeschilder wird es geben.

Traditionelles, spanisches Essen

Die Handwerker haben also noch gut zu tun. Aber erste Ergebnisse sieht man schon: Das vordere Gastzimmer und die Toiletten sind bereits vollständig renoviert, die Tische und Stühle hat Fernandez teilweise von den Vorbesitzern übernommen. „Ich hoffe, dass die Stammgäste bleiben. Aber natürlich ist auch jeder neue Gast herzlich willkommen“, sagt die zweifache Mutter. Den großen Stammtisch im Schankraum will sie dort lassen, wo er immer stand.

Unter ihrer Leitung wird „Im Stillen Winkel“ traditionelles spanisches Essen serviert: Paella, Fisch und Gambas sollen auf die Speisekarte, eine spanische Köchin kommt eigens für die Wiedereröffnung nach Deutschland. „Aber die Schnitzel bleiben auf der Karte“, hat Fernandez beschlossen. Neben Pils und Alt können die Gäste bald auch Sangria bestellen.

Maria Fernandez ist vor 15 Jahren nach Kettwig gezogen, nachdem sie ihren heutigen Mann auf Mallorca kennengelernt hatte. „Eigentlich wollte ich nur 15 Tage hierher zu Besuch kommen, aber dann bin ich 15 Jahre geblieben“, lacht die Spanierin. Ihr Sohn Daniel ergänzt mit einem Grinsen: „Meine Eltern haben sich in Spanien auf einer Party getroffen und sofort ineinander verguckt.“ Der 13-Jährige und sein Zwillingsbruder Lucas sind in Deutschland aufgewachsen, sprechen aber fließend Spanisch. Die Familie fliegt jedes Jahr in Marias alte Heimat, um Verwandte zu besuchen. „Dann helfen wir unserem Onkel im Restaurant“, meint Daniel.

Bevor sie nach Kettwig kam, führte Maria Fernandez in Spanien bereits ihre eigene Kneipe. In den vergangen Jahren war sie Mitarbeiterin im Restaurant Sengelmannshof, doch der Wunsch nach einem eigenen Lokal wurde mit der Zeit wieder größer. „Ich habe lange in Kettwig nach etwas Eigenem gesucht, jetzt hat es endlich geklappt“, freut sie sich.

Sie kann auf 25 Jahre Erfahrung in der Gastronomie zurückblicken und ist gern ihre eigene Chefin: „So macht mir die Arbeit am meisten Spaß, und ich habe die Kinder im Blick.“ Wenn „Im Stillen Winkel“ wieder Ruhe eingekehrt ist, will die Familie in die Wohnung über dem Lokal einziehen.

Inga Pöting

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Tapas und Tradition - in der Gaststätte „Im Stillen Winkel“
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2012-10-22 14:57
Kettwig und Werden