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Stadtteilbücherei

Standort ist gesichert

31.10.2012 | 15:21 Uhr
Standort ist gesichert
Es bleibt alles beim Alten - für die Leser und das Büchereiteam (v.l.) Alexandra Möckershoff, Sandra Fischer und Leiterin Petra Bandura.Foto: RIECK, Heinz-Werner

Essen-Kettwig. Die Stadtteilbücherei wird die Spardebatte über die Büchereien ungeschoren überstehen. Kulturdezernent Andreas Bomheuer hat entschieden: Am Kringsgat bleibt es bei vier Öffnungstagen. Die städtische Büchereileitung überlegt noch, ob die Bücherei künftig statt am Donnerstag am Dienstag geöffnet wird.

„Wir haben’s geschafft! Wir können weiter machten wie bisher!“ Büchereileiterin Petra Bandura bekam die gute Nachricht gestern früh. Klaus-Peter Böttger, Leiter der Stadtbibliothek, hatte allen Stadtteilbüchereien die Vorlage des Kulturdezernenten für die Sitzung des Kulturausschusses am kommenden Mittwoch herum geschickt mit der Botschaft: In Kettwig bleibt es bei vier Öffnungstagen in der Woche.

Damit hat die Spardebatte um die Stadtteilbüchereien für Kettwig ein vorläufiges Ende gefunden. Zur Erinnerung: Die Stadt soll nach dem Willen von Oberbürgermeister Reinhard Paß und Kämmerer Lars Martin Klieve eisern auch Stellen einsparen, um den Haushalt zu konsolidieren. Kulturdezernent Andreas Bomheuer war im Frühjahr vorgeprescht und hatte die Politik, sagen wir vorsichtig: überrascht mit dem Vorschlag, drei bis sechs der 17 Stadtteilbüchereien zu schließen.

Die Reaktion der Kulturpolitiker war prompt und energisch. Am 23. Mai beschloss der Rat: Mindestens bis zum Ende der Legislaturperiode sei das Netz der 17 Standorte zu erhalten. Der Dezernent möge sich andere Lösungen einfallen lassen, um die 40 Planstellen im Bereich der Stadtteilbüchereien auf 32 zu reduzieren.

Seither wurde über verschiedene Sparmodelle diskutiert. Die CDU-Fraktion im Rat hatte im Sommer alle Stadtteilbüchereien bereist, um sich ein Bild zu machen. In Kettwig hoben die Politiker besonders die hervorragende Vernetzung der Bücherei im Stadtteil heraus, das sich beim Förderverein zeige, in der Zusammenarbeit mit den Schulen und den Bücherspenden.

Jetzt hat das Bangen um die Aufrechterhaltung des bisherigen Angebotes in Kettwig ein Ende. Eine Reduzierung von Öffnungszeiten nach dem Rasenmäherprinzip sei „weder effizient noch organisatorisch umsetzbar“, begründet Bomheuer seine Entscheidung, die Zahl der Öffnungstage zu reduzieren. In Werden zum Beispiel wird die Stadtteilbücherei künftig nur noch an zwei Tagen pro Woche geöffnet sein. In Kettwig bleibt es bei vier Tagen, weil das entscheidende Kriterium die Ausleihzahlen sind. Die haben sich in Kettwig von 50 000 auf 150 000 verdreifacht.

Büchereichef Böttger muss das verbliebene Personal nun neu verteilen. Dadurch könnten sich auch Öffnungstage ändern. Böttger: „Das werden wir mit den Kollegen vor Ort absprechen.“

Kai Süselbeck



Kommentare
02.11.2012
09:49
Standort ist gesichert
von Entschuldigung | #1

Entschuldigung,
den Kettwichern sei es gegönnt,
aber ist jemandem schon mal aufgefallen, bevorzugt werden immer die Kettwicher.
Ohne die Eingemeindung ginge es denen viel dreckiger (und uns besser?)!

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