Sportbecken wird für 1,1 Millionen Euro saniert

In dieser Saison bleibt das Sportbecken des Kettwiger Freibads gesperrt. Ab Herbst wird es saniert.
In dieser Saison bleibt das Sportbecken des Kettwiger Freibads gesperrt. Ab Herbst wird es saniert.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Das derzeit gesperrte Sportbecken des Kettwiger Freibades wird ab Herbst für 1,1 Millionen Euro saniert.

Essen-Kettwig..  Wenn die Witterung mitspielt und keine neuen Schäden auftreten, wird das gesperrte Sportbecken zum Saisonstart 2016 komplett saniert wieder zur Verfügung stehen. Diese frohe Botschaft verkündete Kurt Uhlendahl von den Sport- und Bäderbetrieben den Bezirksvertretern im Rahmen der Sitzung am Dienstag.

Der zuständige Ausschuss hat sich sogar für die „große Lösung“ entschieden. Das in die Jahre gekommene Becken wird ab September oder Oktober quasi runderneuert. 1,1 Millionen Euro wird diese Maßnahme kosten.

Wegen einer undichten Stelle, die über Monate nicht gefunden werden konnte, ist das 50 Meter lange Becken im Kettwiger Freibad seit Saisoneröffnung gesperrt und mit einer so genannten Absturzvorrichtung versehen. Rund 220 000 Euro hätte die Behebung der Undichtigkeit gekostet - für die 1,1 Millionen gibt es das Komplettprogramm.

Kurt Uhlendahl: „Selbst für die ‘kleine Lösung’ hätten wir nicht die Mittel gehabt, aber das Geld kommt aus dem Topf für das Projekt Stadtbad Borbeck. Dieses Bad soll entweder saniert oder abgerissen und neu gebaut werden. Die uns zur Verfügung gestellte Summe brauchen wir in diesem Jahr nicht in Gänze und können damit die Maßnahme in Kettwig zwischenfinanzieren.“

Die Sperrung des Sportbeckens hatte nicht nur bei den Stammgästen des Kettwiger Schwimmzentruns und den Mitgliedern des Schwimmervereins Kettwig 07 für großen Unmut gesorgt Hanslothar Kranz (CDU): „In diesem Bad geht der ganze Essener Süden schwimmen.“ Dem Vorschlag von Daniel Behmenburg, Vorsitzender der SPD-Fraktion in der BV IX, den Eintrittspreis für den Zeitraum der Sperrung zu reduzieren, konnte sich Kurt Uhlendahl nicht anschließen. „Wir lassen das Hallenbad während der Ferien von morgens bis abends geöffnet, verzichten auf den Warmbade-Zuschlag und heizen das Nichtschwimmerbecken. Mehr können wir nicht tun, denn wir bewegen uns mit den Eintrittspreisen schon am unteren Ende.“

Einem weiteren Hinweis von Daniel Behmenburg sollten die Sport- und Bäderbetriebe aber unbedingt folgen. Er war an einem der wenigen heißen Tage selbst dort und „es war wegen des gesperrten Beckens leer. Die Besucherzahlen dieser Saison müssen außer Konkurrenz laufen.“

Zum Hintergrund: Viele Kettwiger machen sich Sorgen, dass die zu erwartenden schlechten Besucherzahlen in diesem Sommer als Anlass für eine Schließung des Freibades genommen werden könnten. Diese Befürchtungen sollten mit der angekündigten Komplettsanierung allerdings vom Tisch sein.