Restaurant „Pierburg“ öffnet unter neuer Leitung

Heike Katthöfer und Birk Menzen sind die neuen Pächter der Traditions-Gaststätte „Pierburg“.
Heike Katthöfer und Birk Menzen sind die neuen Pächter der Traditions-Gaststätte „Pierburg“.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die beiden Köche Heike Katthöfer und Birk Menzen übernehmen das Traditionshaus "Pierburg" und eröffnen das Restaurant am 18. April.

Essen-Kettwig.. Die Geschichte der „Pierburg“ erhält ein neues Kapitel. Am 18. April eröffnet das Restaurant unter neuer Leitung. Die beiden Köche Heike Katthöfer und Birk Menzen erfüllen sich unweit der kleinen Kapelle Maria im Maien und inmitten viel ländlicher Idylle ihren Traum von Selbstständigkeit.

Damit treten sie die Nachfolge von Reinhard Rosprim an, der zwölf Jahre lang mit seinem Team die Gäste bewirtete. Als Birk Menzen, der über dem Restaurant seine Wohnung hat, hörte, dass ein neuer Pächter gesucht wurde, überlegte er nicht lang. Mit weiteren Bewerbern ging er ins Rennen und erhielt gemeinsam mit seiner Kollegin Heike Katthöfer den Zuschlag. „Seit 2011 spielen wir schon mit dem Gedanken, ein eigenes Restaurant zu eröffnen“, erzählt Heike Katthöfer. „Ich habe 30 Jahre lang Autos verkauft und wollte mich verändern.“

Und dabei machte sie keine halben Sachen. 2010 begann sie ihre Kochlehre bei Nelson Müller, arbeitete danach in der Schweiz und nahm anschließend eine Stelle im Sheraton Hotel an der Huyssenallee an. Einer ihrer Kollegen dort war Birk Menzen, der seine Ausbildung zum Koch dort absolviert hatte. Aus vielen Gesprächen wurde ein Plan - und nun stehen die beiden Köche kurz vor der Eröffnung.

Regionale Küche - ohne Chichi

Gut vorbereitet gehen sie in das Abenteuer Selbstständigkeit. Angefangen beim sorgfältig aufgestellten Businessplan bis zum stimmigen Konzept. Birk Menzen: „Wir werden deutsche regionale Küche an bieten - ohne viel Chichi. Wir wollen auch den Thekenbereich wieder beleben und einfach ein entspannter Treffpunkt werden. Die Gäste sollen sich bei uns wohlfühlen - ein bisschen so, als wären sie in ihrem eigenen Wohnzimmer.“

Die Farben Grau und Weiß dominieren in der „neuen“ Pierburg. Alles ist luftig und freundlich gestaltet, die hellen und massiven Holztische im vorderen Bereich werden nicht eingedeckt sein, denn „wir freuen uns auch über jeden Radler, Reiter oder Spaziergänger, der einfach nur sein Weizenbier bei uns trinken möchte“, sagt Heike Katthöfer. Seit Februar haben die beiden Köche renoviert - und dabei vieles selbst gemacht. „Wir waren quasi Tag und Nacht im Einsatz und sind zu richtigen Handwerkern mutiert“, sagt sie.

Keine Kinderkarte, sondern halbe Portionen

Essen und Trinken 75 Plätze hat das Restaurant, 80 bis 100 können im großen Veranstaltungssaal Platz nehmen. Und dann ist da noch der Garten, der auch rund 80 Gästen Platz bietet. „Auch hier haben wir schon viel verändert, aber wir haben auch noch eine Menge weitere Pläne. So wird es auch einen Kinderspielplatz geben.“ Für die kleinen Gäste halten Heike Katthöfer und Birk Menzen übrigens keine eigene Kinderkarte bereit - Fischstäbchen und Pommes oder Nudeln mit Tomatensoße sucht man also vergeblich. Birk Menzen: „Wir bieten frisches Essen mit viel frischen Kräutern - und Kinder können von jedem Gericht, das auf der Karte steht, eine halbe Portion bekommen. Natürlich auch zum halben Preis.“

Übrigens: Kettwigs Historiker, die sich mit der Vergangenheit der Pierburg beschäftigt haben, sagen, dass „Pier“ umgangssprachlich für Regenwurm steht. Das hört sich irgendwie ländlich und ziemlich sympathisch an.