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1. Kettwiger Seerosenfest

Neuanfang geglückt

08.07.2012 | 16:00 Uhr
Neuanfang geglückt
Der Heimat- und Verkehrsverein und die Gastronomen luden zum 1. Kettwiger Seerosenfest ein.

Essen-Kettwig. Der schwarze Ford Fiesta wird gerade meisterlich in die letzte freie Lücke auf der Ruhrbrücke gequetscht. Ein Blick aufs Kennzeichen: UN - für Unna. Davor parkt ein Bottroper, davor ein Wagen aus Krefeld. Hinter dem Fiesta stehen in einer langen Reihe Wagen aus Mülheim, Duisburg, Dortmund...

Das Kettwiger Seerosenfest ist gleich bei der Premiere im NRW-Veranstaltungskalender angekommen. Gezweifelt hat er nicht, aber erleichtert ist er trotzdem. Hartmut Ketteler, der für den Heimat- und Verkehrsverein (HVV) und gemeinsam mit den Gastronomen das Heft in der Hand hält. Ortswechsel - von der Altstadt ans Wasser - und Namenswechsel - von Musikalisch-kulinarischer Meile zu Seerosenfest - waren gleich zwei gravierende Veränderungen, deren Folgen man nur erahnen konnte.

Positiv sind sie, diese Folgen. Dass das Fest nun drei Tage dauert, minimiert das Risiko der Gastronomen. Ein verregneter Tag sorgt nicht gleich fürs finanzielle Fiasko. Und deshalb, „war der Umzug ans Wasser eine gute Idee - und dass wird hier bleiben werden, ist eine noch bessere“, sagt Hartmut Ketteler. Oben ist Geschichte, und es ist gut, dass wir einen Neuanfang gewagt haben.“

An einigen Schräubchen müsse man noch drehen, sagt er weiter. Schon im kommenden Jahr werde das „schwarze Loch“ zwischen den beiden Veranstaltungsorten westlich und östlich der Ruhrbrücke geschlossen. „Wir rücken enger zusammen.“ Auch der Toilettenwagen wird nicht mehr vor der Terrasse des türkischen Restaurants „Kemer“ postiert. Das war der Tatsache geschuldet, „dass wir nicht vor die denkmalgeschützte Mauer am Scheidtschen Gelände durften. Es bestand Einsturzgefahr“.

Einmal Wasser, immer Wasser. So sieht es auch Michael Lübbert, Patron des Schloss-Hotel Hugenpoet und Sprecher der beteiligten Gastronomen: „Wir haben einen richtigen Schritt gemacht und sind im nächsten Jahr definitiv wieder hier unten.“ Und auch Reinhard Schriever vom Hotel-Restaurant Sengelmannshof mag das Ambiente an der Ruhr: „Viele Gäste waren regelrecht verzückt. Unser Dank gilt auch der Stadt, die mitgezogen und alles noch einmal ordentlich gemäht hat.“

Eric Werner, einer der beiden Küchenchefs des Zwei-Stern-Restaurants Résidence findet „die Location viel schöner - und man kann sich hier auch mal die Beine vertreten.“ So können die Gäste bei so drangvoller Enge wie am Samstagabend auf viel Natur im Umfeld des Seerosenfestes ausweichen.

Hartmut Gantermann und seine Frau Martina freuen sich über den Parkplatz nah am Fest. Er wirft einen Blick von der Ruhrbrücke auf die Pagodenzelte vor der Fassade des Uferpalais. „Das ist ja wie im Urlaub...“ Stimmt auffallend.

Sabine Moseler-Worm


Kommentare
09.07.2012
08:37
Neuanfang geglückt
von michelino | #3

Tja so ist das!

Und nicht nur in Kettwig.... Wer gerne feiert muß damit klar kommen.

08.07.2012
22:27
Neuanfang geglückt ??
von Wie.isset | #2

Ob das wirklich sooo ein Erfolg war für die Gastronomien? Da gab es auch ganz andere Auskünfte.
Ist ja schön für den Veranstalter wenn da Gäste aus Unna, Bottrop, Krefeld.,Mülheim, Duisburg, Dortmund erscheinen Weniger schön wenn diese Fahrzeuge verbotswidrig abgestellt werden und den Verkehr massiv behindern, Privatgrundstücke blockieren und niemand einschreitet. In der Kettwiger Altstadt sind solche Feste wesentlich gemütlich Bleibt die berechtigte Frage ist das ein Fest für die Kettwiger oder Hullygully für Umland und die Gastronomen.

08.07.2012
19:51
Neuanfang geglückt
von Kett-Wiger | #1

Schön daß es ein Erfolg war.
Weniger schön daß die Ruhrbrücke rücksichtslos zugeparkt wurde und nicht durchgegriffen wurde! Da herrscht absolutes Halteverbot! Die SEV-Busse der S6 hatten zeitweise erhebliche Probleme durchzukommen.
Und die besoffenen Jugendlichen in der Nacht muss man auch nicht haben!

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