Männercafé in Essen-Werden begeistert die Besucher

Eine Eisenbahn
Eine Eisenbahn
Foto: Socrates Tassos
Bereits zum zehnten Mal findet die Veranstaltung parallel zum Weihnachtsmarkt statt. 800 Euro Erlös geht an die Hilfsorganisation „Cap Anamur“.

Essen-Werden..  Fleißig wie die Bienen waren sie, die 14 Männer des ökumenischen Männertreffs in Haus Fuhr. Dabei gingen sie keineswegs jungfräulich zu Werke. Jedenfalls richten sie das jährlich parallel zum Weihnachtsmarkt stattfindende Männercafé 2017 zum zehnten Mal aus.

Die persönliche Mischung

Am Samstagnachmittag und am frühen Abend haben sie Waffeln gebacken, Schmalzbrot geschmiert, Kaffee, Kakao und Glühwein serviert – letzterer in der persönlichen Mischung von Eberhard Kuhn: mit Wein, Apfelsinen, Mandarinen, Nelke, Zimt und Kardamom, ein asiatisches Gewürz, das leicht nach Eukalyptus schmeckt. „Wir kommen wieder, alles ist perfekt, gefällt mir sehr gut“, resümierte Wiea, die gebürtige Holländerin und leidenschaftliche Werdenerin: „Männer sind besser, gemütlicher und verbreiten mehr Ruhe als Frauen, zudem habe ich hier meine allerliebste Nachbarin getroffen.“ Janis, neun Jahre, belud die rundherum fahrenden Güterwaggons der Eisenbahn, die Konrad Schlimm sich als „verpielter Erwachsener“ zugelegt hat, deren Gleise mit Signalen und Stellwerken 48 Meter messen, mit Äpfeln, Nüssen und Zweigen, die auf den weißgedeckten Tischen lagen.

Pate Franz-Josef Schmitt brachte zwei syrische Flüchtlinge mit in die Heckstraße. Unter den vielen Gästen natürlich Ratsfrau Schürmann, die sich für den Erhalt des Bades im Katholischen Krankenhaus einsetzt. Und Kinderarzt Werner Strahl mit Ehefrau Dietgard und zwei Enkeln, Vorsitzender der weltweit agierenden Hilfsorganisation „Cap Anamur“, wohin diesmal der Erlös des Männercafés – immerhin 800 Euro – gespendet wird. Strahl: „Das Geld kommt in einen allgemeinen Topf, aus dem sofort ohne Umschweife und -wege bei Ereignissen direkt geholfen werden kann.“