Kettwiger Freibad eröffnet

Bauzaun, Sichtschutz. Aufgrund eines Defekts bleibt das Sportbecken in dieser Saison gesperrt. Die Menschen nehmen’s bei der Eröffnung mit FassungFotos:Detlev Kreimeier
Bauzaun, Sichtschutz. Aufgrund eines Defekts bleibt das Sportbecken in dieser Saison gesperrt. Die Menschen nehmen’s bei der Eröffnung mit FassungFotos:Detlev Kreimeier
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Dass das große Sportbecken gesperrt werden musste, ist für die vielen „Wasserratten“ der Umgebung bei der Eröffnung kein großes Ding.

Essen-Kettwig..  Der Sommer ist endlich auch in Kettwig angekommen. Und mit ihm hat die Freibadsaison am Teelbruch begonnen – wenn auch mit weniger Wasser als gewohnt. Denn auf Grund von Schäden an Rohren unter dem Sportlerbecken, die schon Ende letzten Jahres festgestellt wurden, ist dieses bis zur Reparatur nach der Saison wie berichtet nicht benutzbar. Auch über eine mögliche Grundsanierung des großen Beckens muss noch entschieden werden.

Alternative Angebote

Nachdem zunächst lange ungeklärt war, ob das Freibad in diesem Sommer überhaupt öffnen kann, ist Nader Monjezi, Stellvertretender Badbetriebsleiter, nun sichtlich froh. Er kann den Badegästen immerhin das Nichtschwimmer- und das Sprungbecken anbieten: „Wir haben so zwar den schwierigeren Weg gewählt, aber es ist ein großes Entgegenkommen der Sport- und Bäderbetriebe Essen.“

Als eine Art Ausgleich für das eingeschränkte Angebot werden die beiden Becken in diesem Jahr sogar bis zu 25 Grad beheizt, außerdem bleibt das Hallenbad nahezu parallel geöffnet.

Und das wird gleich gut genutzt: Peter Kleffmann ist Frühschwimmer und seit 15 Jahren Stammgast in Kettwig. Er arrangiert sich auch mit der aktuellen Situation und sagt: „Man sollte den Ball flach halten und nicht zu viel schimpfen.“

Dennoch ist der 67-Jährige, der sich schon häufig für die Interessen der Frühschwimmer eingesetzt hat, besorgt um die Zukunft des Freibades: „Wir hoffen alle, dass die Reparatur nach der Saison stattfindet, aber die Angst vor einer kompletten Schließung ist schon da.“

Auch Kettwigerin Alexandra Haneke wünscht sich, dass „ein Stück Freizeitqualität“ nicht verloren geht. Obwohl das Sportlerbecken nicht benutzt werden kann, hat sie schon eine Dauerkarte für die Saison gekauft – „denn gerade jetzt muss man doch zeigen, dass man das Freibad unterstützt“.

Vor allem Familien mit Kindern scheint die Sperrung nicht viel auszumachen. Nina Atamna ist mir ihrem Mann und den Kindern im Alter von zwei und sieben Jahren da und freut sich, dass die beiden nun im Freibad Schwimmen lernen können. Dass sie selbst dann keinen Sport machen kann, „ist zwar schade, aber ich genieße es trotzdem immer hier“.

Gerade jetzt zählten die vielen weiteren Gründe, die für das Kettwiger Freibad sprechen: eine große Liegewiese in traumhafter Lage, eine familiäre, entspannte Atmosphäre, gute Öffnungszeiten und auch günstige Eintrittspreise. Viola van Breemen aus Haarzopf ist außerdem sehr zufrieden, wie die Sperrung des Beckens geregelt wurde: „Das Wichtigste ist, dass das defekte Becken sicher abgesperrt ist, damit etwa keine Kinder hineinfallen können – das wurde gut gelöst.“

Bleibt nur die Sorge, ob es nicht ein bisschen eng werden könnte im Nichtschwimmerbecken, gerade bei Hochbetrieb und Höchsttemperaturen.

Die 60-jährige Hildegard Kokorsch aus Mülheim denkt dabei besonders an die Kinder, die in den anstehenden Sommerferien nicht in den Urlaub fahren können und auf das Freibad angewiesen sind.

Doch Amalia (7) sieht das Ganze positiv. „Sonst will mein Papa immer erst lange Bahnen schwimmen – so kann er jetzt viel mehr mit mir spielen.“ Logisch.

Öffnungszeiten: Freibad:
Mo-Fr 6-10 Uhr und 14-20 Uhr
Sa/So/feiertags: 8-20 Uhr
Hallenbad:
Mo: 6.30-10 Uhr; Di: 6.30-10 Uhr/16-20 Uhr; Mi: 6.30-10 Uhr; Do (Warmbadetag): 6.30-20 Uhr; Fr: 6.30-18 Uhr; Sa: 8-16 Uhr; So: 8-13 Uhr/16-20 Uhr
Aktuelle mögliche Veränderungen im Netz unter
www.essenerbaeder.de