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Islamunterricht

17.10.2008 | 16:15 Uhr

Diskussionsrunde im großen Saal des Petershofes

Mustafa Tütüneken ist der erste Islamkundelehrer in Essen. Seit 2003 unterrichtet er. Foto: Dennis Straßmeier

"Islamunterricht pro und contra" - zu diesem Thema hatte die Arbeitsgemeinschaft Christliche Kirchen in Kettwig (ACK) zu einem Diskussionsabend in den Saal des Petershofs eingeladen. Als Fachmänner waren Hermann Seifert, evangelischer Schulreferent im Ruhestand und Vorstandsmitglied des Vereins "Christlich-islamische Begegnung Ruhr" und Mustafa Tütüneken, der als Islamkundelehrer in Essen arbeitet, zu Gast.

Hermann Seifert machte den Einstieg und berichtete zunächst von seinen persönlichen Erlebnissen und Erfahrungen. Sechs Jahre lang war er in Kairo und im Sudan als Pfarrer unterwegs und lernte dort verschiedene Formen des Islams kennen. Da Seifert nur Grundzüge des Islams kannte, wuchs sein Interesse, sich weiterzubilden. Mittlerweile sucht er stets die islamisch-christliche Diskussion.

Seifert gab einen kurzen Einblick in die Geschichte der deutschen Kirche und die Entwicklung der islamischen Kultur in Deutschland, die sich seiner Meinung nach insgesamt positiv entwickelt. Doch betonte er auch, dass in solch einer kulturell und religiös zusammengesetzten Gesellschaft wie in Deutschland ein ständiger Gedankenaustausch auch in Schulen nötig sei.

Was Mustafa Tütüneken, der seit 1999 in Deutschland lebt, auch macht. Seit 2003 ist er Islamkundelehrer in Essen. Zurzeit unterrichtet er in Stoppenberg, Katernberg und Altendorf. An einer Schule sogar mit einem Ausländeranteil von 92 Prozent. Tütüneken betonte, dass es in der Islamkunde einzig und allein um die Vermittlung von Informationen ginge. Die Vermittlung der Religion sei der Moschee vorbehalten. Im Grunde sei es ein normales Unterrichtsfach mit Lehrplan und Notengebung.

Die Zeitplanung der Veranstaltung war allerdings knapp bemessen, sodass die Diskussion nicht richtig Fahrt aufnahm. Zwar wurden einige Aspekte angesprochen, konnten aber aufgrund des Zeitmangels nicht vertieft werden. maz

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Kettwig und Werden