Feuer in S-Bahn - 150 Personen saßen in Höhe Essen fest

Ein Triebwagen der Linie S6 hat bei der Ausfahrt aus dem Bahnhof in Essen-Kettwig gebrannt.
Ein Triebwagen der Linie S6 hat bei der Ausfahrt aus dem Bahnhof in Essen-Kettwig gebrannt.
Foto: Heinz-Werner Rieck
Was wir bereits wissen
Eine S-Bahn auf dem Weg von Essen nach Köln hat am Samstag in Höhe Kettwig gebrannt und den Bahnverkehr auf der Strecke der S 6 für Stunden lahm gelegt. 150 Personen saßen in einem S-Bahnzug von Köln nach Essen auf freier Strecke fest. Wegen des Großeinsatzes am Bahnhof war auch die Ruhrtalstraße stundenlang gesperrt.

Kettwig.. Ein Motorbrand im Triebkopf eines S-Bahnzuges hat am Mittag den Bahnverkehr auf der Strecke der S 6 für Stunden lahm gelegt. Die Zugführerin wurde mit einer Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht, 150 Personen saßen im Gegenzug auf freier Strecke fest. Nach Angaben der Bundespolizei war ein technischer Defekt am Triebkopf Auslöser des Brandes. Bahnreisende kamen nach Polizeiangaben nicht zu Schaden.

Nach Angaben der Feuerwehr war das Feuer gegen 13 Uhr bei der Ausfahrt der S 30627 aus dem S-Bahnhof Kettwig ausgebrochen. Motor, Generator und Gleichrichter des Zuges, der von Essen Hauptbahnhof über Kettwig nach Köln-Nippes unterwegs war, standen in Flammen, als die Feuerwehr eintraf. Die Feuerwehr löschte den Brand und kümmerte sich um die Zugführerin. Sie wurde ins Krankenhaus gebracht und dort stationär aufgenommen. Während die Reisenden aussteigen konnten, weil die Waggons noch am Bahnsteig standen, saßen die rund 150 Passagiere des S-Bahnzuges von Köln nach Essen 200 Meter vor der Einsatzstelle auf freier Strecke fest. Bundespolizisten und Feuerwehrleute führten sie zum Bahnhof. Dort hatte das Notfallmanagement der Bahn AG für sie Busse und Taxen organisiert.

Stundenlange Streckensperrung

Wegen des Großeinsatzes am Bahnhof war nicht nur die S-Bahn-Strecke stundenlang gesperrt, sondern auch die Ruhrtalstraße. Die Evag startete und stoppte die Buslinie 142 am Kettwiger Markt.

Nach Angaben der Bahn AG war das Gleis Richtung Essen Hauptbahnhof bis gegen 18.30 Uhr gesperrt. Auf dem Gleis Richtung Düsseldorf dauerte die Sperrung noch länger. Zunächst musste die liegen gebliebene S-Bahn von einer Diesellok in ein Betriebswerk geschleppt werden. Danach überprüfte die Bahn mit einem Spezialfahrzeug die Oberleitungen auf Beschädigungen.