Erste Eigentümer sind eingezogen

Das Neubaugebiet „Kettwiger Ruhrbogen“.
Das Neubaugebiet „Kettwiger Ruhrbogen“.
Foto: www.blossey.eu

Essen-Kettwig..  Noch leben sie auf einer Baustelle. Doch die ersten Eigentümer haben ihre Reihenhäuser vor wenigen Wochen bereits bezogen. In das Wohnbau-Großprojekt „Kettwiger Ruhrbogen“ kommt Leben. In direkter Nähe des Geländes der Kettwiger Tennisgesellschaft stehen schon Blumen an den Fenstern der Häuser, parken Autos vor der Tür.

Erst vor kurzem hatte der Verkauf eines Teilbereichs des Projektes allerdings für Aufregung gesorgt. Es handelt sich um das Gelände Richtung Eisenbahnbrücke - quasi im Rücken der Kettwiger Rudergesellschaft. Bauherr und Projektentwickler Ten Brinke hatte 135 noch zu bauende Eigentumswohnungen und zehn Doppelhaushälften an das Gelsenkirchener Unternehmen Vivawest veräußert. Vivawest wird diese Wohnungen nach Fertigstellung vermieten.

Dadurch werde sich aber nichts ändern, sagt Ten Brinke-Projektleiter Martijn van der Aa: „Wir werden - wie geplant - den kompletten Kettwiger Ruhrbogen fertigstellen. Vivawest hat quasi ein Produkt im Paket gekauft.“ Und auch die mit der Kettwiger Rudergesellschaft getroffenen Vereinbarungen werden davon nicht beeinflusst.

Mit der Bodensanierung des Geländes wurde bereits begonnen. Der Weichenbauer Markmann & Moll hatte dort bis zur Schließung 1995 seinen Sitz. Derzeit wird Erdreich ausgekoffert, in großen Säcken gelagert und später abtransportiert. Dann folgt die Erschließung. „Wann wir mit dem Bauen in diesem Bereich beginnen werden, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest“, sagt Martijn van der Aa.

In einer Presseerklärung zum erfolgten Ankauf der künftigen Mietwohnungen teilte Vivawest mit, dass man damit rechne, dass der erste Spatenstich bereits im Frühjahr 2015 erfolgen wird.

Das Gelände „Kettwiger Ruhrbogen“ lässt sich übrigens nur über die Güterstraße und durch zwei Tunnel erreichen - darüber verlaufen die Gleise der Bahnlinie S6. Der kleinere der Tunnel ist derzeit wegen der Bauarbeiten komplett gesperrt - nur durch den größeren ist eine Zufahrt zu den Vereinsgeländen der KRG und der KTG möglich.