Einladung zum Gespräch

Zum Neujahrstreffen hatten die großen Kettwiger Bürgervereine in den Alten Bahnhof eingeladen.
Zum Neujahrstreffen hatten die großen Kettwiger Bürgervereine in den Alten Bahnhof eingeladen.
Foto: Essen

Essen-Kettwig..  Michael Bonmann hatte sich einer schwierig anmutenden Aufgabe gestellt. Seine Rede zum Neujahrstreffen sollte nicht nur gewohnt launig sein, sondern auch alle fünf Vereine, die in den Alten Bahnhof geladen hatten, erwähnen.

Der Bezirksbürgermeister machte seine Sache erwartungsgemäß gut, fand nach kurzen Ausflügen in die Vergangenheit von Heimat- und Verkehrsverein, Bauverein Kettwig, Grundstücksgesellschaft Kettwig, IG Bahnhof und KettIN auch den einzig wahren gemeinsamen Nenner: Kettwig.

Sein Blick auf die Grundstücksgesellschaft Kettwig (GGK) umriss dann auch ein aktuelles Kettwiger Problem. Braucht der Stadtteil unbedingt noch mehr Gewerbeflächen oder ist der Markt gesättigt? Die Planungen der Stadt sehen Bedarf - ein Gespräch Bonmanns mit GGK-Geschäftsführer Heinz Schnetger hinterließ einen anderen Eindruck, denn „es ist wohl schwierig, Gewerbe nach Kettwig zu holen - obwohl es Platz dafür gibt“, sagt Michael Bonmann.

Zu ihrer Februarsitzung möchte die Bezirksvertretung Vertreter der Stadt ins Kettwiger Rathaus einladen, die „uns erläutern sollen, welche Bedarfe es in diesem Bereich wirklich gibt“.

Ein Lob gab es von Michael Bonmann für den Bauverein, weil „er sich darum kümmert, dass es in Kettwig noch bezahlbaren Wohnraum gibt“. Und einen Seitenhieb für ein Kettwiger Neubauprojekt: „Wenn ich mich an die Modelle der Seepromenade erinnere, finde ich das, was ich da gesehen habe, heute nicht unbedingt wieder“.

Lob auch für KettIN, denn „nur mit einer aktiven Werbegemeinschaft hat der Einzelhandel eine Chance“, für den HVV, „der sich engagiert um das Erscheinungsbild des Stadtteils kümmert“, und für die IG Bahnhof, die „einen gesunden Mix für das Bürgerzentrum gefunden hat und nach der Durchstreckung vom S-Bahnhof zur Ruhr, die 2016 durchgeführt wird, sich noch mehr im Aufwind befinden dürfte“. Die Diskussion um das Kettwiger Seerosenfest, ob es ausfällt oder stattfindet, beschäftigte ihn an diesem Samstagmorgen auch. „Ich möchte, wenn sie meine Hilfe brauchen, dafür kämpfen, dass das Seerosenfest erhalten bleibt. Es ist ein Aushängeschild - weit über Kettwig hinaus.“

Und dann? Wurde miteinander geredet. Kettwiger an einen Tisch bringen - die Intention dieser Veranstaltung.