Ein Portfolio für alle Schüler

Christian Reindl mit einem Exemplar des neuen Schulportfolios.
Christian Reindl mit einem Exemplar des neuen Schulportfolios.
Foto: WAZ

Essen-Kettwig..  Der ehemalige THG-Schüler Marco Geiger leitet gemeinsam mit Christian Reindl das Schülerkabarett „Kettwichte“. Und seine Erfahrungen, die er vor Beginn seines Studiums machte, sind der Anlass für eine neue Aktion des Gymnasiums. Und diese Unternehmung mit Namen „Schulportfolio“ leitet und koordiniert Christian Reindl.

„Marco hat mir erzählt, dass es unheimlich mühsam war, alle Bescheinigungen zusammen zu suchen, die nichts mit dem reinen Unterricht zu tun haben, die aber für Bewerbungen enorm wichtig sind. Noten sagen nun mal nichts über die soziale Intelligenz aus.“ So entstand die Idee eines Schul-Portfolios. Christian Reindl erklärt: „Künftig bekommt jeder Schüler, der ans THG kommt, eine solche Mappe in die Hand. Und dort wird Schuljahr für Schuljahr alles abgeheftet, was an Zusatzangeboten wahrgenommen wurde. Ob man sich am Schulchor beteiligt oder als Schulsanitäter im Einsatz ist - alle Aktivitäten außerhalb des Unterrichts werden dort festgehalten.“ Auf diese Weise werde sich der Schüler auch der eigenen Leistung bewusster, sagt Reindl. Nach dem Abitur habe man dann quasi eine Art Zusatzzeugnis in der Hand, das viel über das soziale Engagement des Schülers aussage - „und primär steht bei allen Bewerbungen ja der Mensch im Vordergrund“.

Im vergangenen Schuljahr hatte sich die Lehrerkonferenz des THG entschieden, dieses Projetzt umzusetzen. Die Mappen sind gerade im Druck, finanziert werden sie größtenteils von der Sparkasse Essen, aber „der Förderverein hat auch einen Zuschuss gegeben“, sagt Christian Reindl. Er steht künftig in engem Kontakt und informiert sich über die Aktivitäten der Schüler. „Ob nun jemand an einer Theaterproduktion mitgewirkt oder eine Klassenzeitung herausgegeben hat - es wird alles festgehalten.“

Und dann kommt der Schulstempel drauf, und „man hat es bei Bewerbungen deutlich leichter.

Marco Geiger wird es sicherlich ein kleines bisschen ärgern, dass es diese Aktion zu seiner Schulzeit noch nicht gegeben hat.