Ein Moderator mit eigenem Radio

Der Kettwiger Frank Springmann an seinem Moderatoren-Arbeitsplatz.
Der Kettwiger Frank Springmann an seinem Moderatoren-Arbeitsplatz.
Foto: WAZ FotoPool

Essen-Kettwig..  Eine Zeitreise zurück in den frühen Musikgeschmack von Frank Springmann. Musik von „The Sweet“ hat er gehört und Juliane Werding, „weil sie auf die selbe Schule wie meine Schwester ging“. Dann folgten Westernhagen und AC/DC. „Musik war mir schon immer ganz wichtig“, sagt der 50-Jährige. Elektronische Musik zum Beispiel und „besonders alles, was laut ist und viele Bässe hat“.

Irgendwann landete er dann bei Gothic. Ruhige Melodien, schwermütige Texte. Und wer viel hört, weiß auch viel. 2010 begann er als Moderator bei der „Schwarzen Welle“. Das Internet-Dark-Radio hatte viele Fans und Frank Springmann, der unter dem Namen „Monti“ ans Mikro geht, hatte viele Zuhörer. Seine erste Sendung war der „Wishmaster“. Der Vorteil einer Sendung, die sich aus Hörerwünschen zusammensetzt, ist, „dass man da auch Musik spielt, die man selbst nicht so gut kennt“, sagt der Kettwiger.

Einmal in der Woche hatte er mit „Fine Tunez“ auch seine eigene Sendung, spielte nur das, was ihm gefiel. EBM (Electronic Body Music), Industrial und Agro - das packt er sich gern auf die Ohren.

Nach über vier Jahren „Schwarze Welle“ war Schluss. „Wir Moderatoren wollten gern das Konzept ändern, die Zuhörer noch mehr an unser Radio binden und auch etwas am Erscheinungsbild tun.“ Die Sendeleitung wollte das nicht - viele der Moderatoren verabschiedeten sich.

Aber so ganz ohne Radio? Ging nicht, wollte er nicht. Er fand Mitstreiter, und am 6. Oktober 2014, nur zwei Wochen nachdem die Idee geboren war, ging das neue Team mit dem Internet-Radio BlackSpot.me auf Sendung.

Die Streams laufen an sieben Tagen in der Woche, rund um die Uhr. Und live gesendet wird immer montags bis freitags - von 20.30 bis 22.30 Uhr. Zum BlackSpot-Team gehören außer den Gründern Monti aus Kettwig, Babu aus Fischerhude und IT-Experte Celtar aus Dülmen, die Moderatoren Halie aus Bielefeld, Hodi aus Gelsenkirchen, Anta aus Graz und Engelsche aus Leipzig.

Rund ums Jahr werden die verschiedensten Festivals in Deutschland besucht. Etropolis in Oberhausen, Blackfield in Gelsenkirchen, Amphi in Köln, Mera Luna in Hildesheim und natürlich das Mekka aller Fans der „schwarzen Musik“, das Wave Gotik Treffen (WGT) in Leipzig. Dort kann man bestens Kontakte mit Bands knüpfen, eventuell auch Termine für Live-Interviews vereinbaren. „Wir möchten anders sein als die anderen Radios. Kleine Bands vorstellen, gute Band-Profile erarbeiten“, sagt „Monti“ Frank Springmann.

Donnerstag ab 20.30 Uhr ist er übrigens an der Reihe. Gemeinsam mit Babu wird „Monti“ die Sendung „Fine Tunez“ moderieren. Den Titel hat er von der „Schwarzen Welle“ zu seinem eigenen Radio mitgenommen.

Das Radio kostet Freizeit - zwischen einer und fünf Stunden am Tag. Aber es ist auch eine willkommene Abwechslung zum beruflichen Stress. Seit 19 Jahren arbeitet Frank Springmann als leitender Angestellter bei Luttermann.

Es ist Donnerstagabend...

Beruf, Radio - und das Motorrad. Noch steht es gut verpackt in der Garage, aber Frank Springmann wird schon langsam ungeduldig. Zumindest ein kleiner Abstecher zu Haus Scheppen muss bald mal drin sein. Aber um 20 Uhr ist Schluss. Dann geht’s ab nach Hause. Computer an, Kopfhörer auf - und „es ist Donnerstagabend, 20.30 Uhr - hier ist BlackSpot.me.“

Alle Informationen zum Programm, den Sendezeiten und zum Team des Internetradios gibt es auf der Homepage unter www.blackspot.me.

Und auf diesem Stream kann man die Musik dann direkt hören: http://stream.laut.fm/blackspot.

Zur Facebook-Seite kommt man, wenn man dort einfach nur BlackSpot.me in die Suchmaske eingibt.