Ehemalige Tennisanlage als Baugrundstück

Auf der Vorschlagsliste des Planungsamtes steht auch die ehemalige Tennisanlage in Kettwig-Ickten.
Auf der Vorschlagsliste des Planungsamtes steht auch die ehemalige Tennisanlage in Kettwig-Ickten.
Foto: WAZ FotoPool

Essen-Kettwig..  Am 15. Januar wird sich der städtische Planungsausschuss mit einer Vorschlagsliste der Verwaltung beschäftigen. Freie Flächen, auf denen Gewerbe und Industrie angesiedelt oder Wohnungen gebaut werden könnten, wurden besonders im Bezirk Kettwig/Werden/Bredeney ausgemacht.

Der Kettwiger CDU-Ratsherr Guntmar Kipphard ist Mitglied dieses Planungsausschusses und hat sich intensiv mit den Vorschlägen beschäftigt. „In Kettwig fehlt Platz für die Binnenentwicklung, und deshalb ist das, was die Verwaltung vorschlägt, richtig.“

Flächen in Ickten sind geeignet - auch die ehemalige Tennisanlage

Dabei setzt er klare Prioritäten: „Wir haben mit dem Ruhrbogen und der Seepromenade zwei Projekte in Toplagen. Aber wird müssen in Kettwig auch preiswerteren Wohnraum anbieten können. Für junge Familien, für Kettwiger, die auch in Kettwig bleiben und hier Eigentum bilden wollen.“

Zwei Flächen in Ickten scheinen ihm dazu besonders geeignet - eine Ackerfläche und das Gelände der ehemaligen Tennisanlage an der Icktener Straße, das auch schon als Standort von Containern für Asylbewerber im Gespräch war.

Letztendlich werde es zu einer Priorisierung kommen, denn „wir sprechen hier über einen Zeitraum von zehn Jahren, und es werden sicherlich nicht alle Vorschläge auch umgesetzt“.

Essen braucht Platz für bezahlbaren Wohnraum - aber auch für Gewerbe. Die Erweiterung des jetzigen Gewerbegebietes Teelbruch ist im Gespräch. Auch ein fast schon historisches Thema, die Ansiedlung auf der anderen Seite der Meisenburgstraße - Teelbruch II - zieht die Verwaltung erneut in Erwägung. Bereits 2007, im Vorfeld des Regionalen Flächennutzungsplanes, wurde über die Bebauung der Ackerflächen bereits ausgiebig diskutiert

Für mittelständische Unternehmen und besonders für kleine Handwerksbetriebe sieht Guntmar Kipphard in der Erschließung von neuen Gewerbeflächen große Vorteile. „Wer für sein Büro, das Material und vielleicht zwei, drei Autos hier Platz sucht, wird Schwierigkeiten bekommen.“ Nach dem Rückbau der Scheidtschen Hallen an der Ringstraße mussten sich viele kleine Betriebe nach Alternativen umschauen - oftmals ohne Erfolg.

„Man sollte nicht sofort ablehnen, wenn man sich die Liste anschaut. Hier geht es ja nicht um Industrieansiedlung, sondern um Gewerbe. Und viele Handwerksbetriebe haben heute noch ihren Sitz inmitten von Wohnbebauung - und auch das ist nicht immer optimal“, sagt Guntmar Kipphardt. Um in diese Richtung zu planen, müssten allerdings vordringlich die genauen Bedarfe ermittelt werden.