Drei Tage lang Klangspur

Die Organisatoren Dierk Lamm (5.v.r) und Wolfgang Kläsener (3.v.r.) mit Unterstützern der Klangspur 2015 in der Evangelischen Kirche am Markt.
Die Organisatoren Dierk Lamm (5.v.r) und Wolfgang Kläsener (3.v.r.) mit Unterstützern der Klangspur 2015 in der Evangelischen Kirche am Markt.
Foto: WAZ FotoPool

Essen-Kettwig..  Über drei Tage wird sich die Klangspur 2015 durch den Stadtteil ziehen. Vom 4. bis 6. September bieten die Organisatoren Dierk Lamm und Wolfgang Kläsener ein Programm, wie es praller und facettenreicher kaum sein könnte. Unterstützt werden sie dabei von vielen Kettwigern, die aktiv oder passiv und in den verschiedenen Funktionen mit dem Thema Musik befasst sind.

„Wir kehren zurück zu den Wurzeln, denn die Auftaktveranstaltung findet am Freitag im Alten Bahnhof statt“, sagt Wolfgang Kläsener und erinnert damit an die erste Klangspur im Jahr 2010. Auch damals startete der Musikmarathon in dem Gebäude an der Ruhrtalstraße. Zwischenzeitlich war man in die Lisseuse der ehemaligen Scheidtschen Tuchfabrik umgezogen – „doch dort wird umgebaut – wir mussten also nach einer Alternative suchen“, erklärt Dierk Lamm.

An besagtem Freitag wird die Musikschule Kettwig zu Gast sein, ein Kammerquartett der Folkwang Universität der Künste – und Frank Weise. Der Allrounder lädt zu einer Mitsingparty ein. Klingt, als könnte das eine ziemlich unterhaltsame Angelegenheit werden.

Derzeit überlegen Lamm und Kläsener noch, ob sie für diesen Abend nicht Eintritt nehmen sollen – wegen des begrenzten Platzes, der voraussichtlich großen Nachfrage und der bessereren Planbarkeit. Dabei denken die beiden Klangspur-Macher an einen symbolischen Euro pro Eintrittskarte.

Am Samstag wird dann durch Kettwig gewandelt – von der Marktkirche zu St. Peter. Mit einem Bürgercafé und einem gemeinsam Ausklingen bei Bier oder einem Gläschen Wein am Abend.

Ein Chorkonzert steht musikalisch im Mittelpunkt. Der Kammerchor, der Familienprojektchor, das Kettwiger Bach-Ensemble und die Evangelische Kantorei haben bereits zugesagt. Der Gospelchor Kettwig muss leider passen – Proben für das eigene Jubiläumskonzert haben da eindeutig Vorrang. Gerade was Chöre angeht, seien die Kettwiger sehr aktiv – „es gibt quasi Chortouristen, die gleich in mehreren Ensembles mitsingen“, sagt Wolfgang Kläsener.

Und am dritten Klangspur-Tag geht’s nach Auf der Höhe. Im Forum an der Rheinstraße wird die Klangspur dann am Sonntag gastieren. Hans-Günther Weber – er leitet die S-Klasse der Folkwang Musikschule – verspricht Hochkarätiges auch für diesen Tag.

Ein Programm für Kettwiger von Kettwigern – das war von Beginn an die Intention. „Wir kommen mit den vorhandenen Mitteln aus und nutzen das, was an Künstler und Equipment schon das ist“, sagt Wolfgang Kläsener. Und das mache den Charme der Klangspur aus.