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Seerosenfest

Das Konzept ist aufgegangen

10.07.2012 | 17:10 Uhr
Das Konzept ist aufgegangen
Der Stausee-Teil des 1. Kettwiger Seerosenfestes. - Foto: Reiner Worm / WAZ FotoPool

Essen-Kettwig. Alles war gut. Zumindest fast alles.Wenige Tage nach der Premiere des Meilen-Nachfolgers ist die Veranstaltung an Ruhr und Stausee immer noch Gesprächsthema Nummer eins im Dorf. Das Konzept Kettwiger Seerosenfest ist aufgegangen. Zufriedene Gastronomen, zufriedene Gäste.

Für Patrick Schiller, Chef der „Sweet Coffee Pirates“ aus Rüttenscheid, war es in dieser Funktion das erste Gastspiel in Kettwig. Erfahrungen mit Großveranstaltungen hat er jede Menge, „doch das ist eine richtig irre, coole Location. Die Verlagerung ans Wasser hat dem Fest gutgetan. Und ich gehe zu 90 Prozent davon aus, dass wir auch im kommenden Jahr wieder dabei sein werden. Das Publikum war einfach genial, und alle Gastronomen haben sich immer untereinander geholfen.“

Drei Säulen trugen dieses Fest. Der Heimat- und Verkehrsverein (HVV) als Ausrichter sorgte mit seinem Chef-Organisator Hartmut Ketteler für das umfangreiche Gerüst, die Gastronomen übernahmen den kulinarischen Part und Uwe Darkow sorgte für die Zusammenstellung der Musik.

Die Bands, die auf der Bühne standen, waren durchweg von hoher Qualität und boten den allerbesten Unterhaltungsfaktor. Und die Bands, die nicht auftraten, wären sicherlich von gleicher Güte gewesen. Doch die Climax Jazz Band aus Köln und Boerney & die Tri Tops aus Hamburg mussten ihre Instrumente erst gar nicht auspacken. Zum Wetteramt hatte der HVV am Sonntag quasi eine Standleitung eingerichtet - und bei jedem Anruf waren die Prognosen denkbar schlecht. Die ersten kräftigen Schauer ließen ja dann auch nicht lang auf sich warten. Hartmut Ketteler. „Der Regen knallte voll in die Bühne - und das war uns einfach zu gefährlich. Wenn einer der Musiker einen Stromschlag bekommen hätte...“ Bezahlen musste der HVV trotzdem.

Für die Boerney-Fans hat Hartmut Ketteler ausgesprochen gute Nachrichten: „Wir haben die Truppe fürs Seerosenfest 2013 bereits wieder verpflichtet.“

An manchen Schräubchen drehen, feinjustieren, aus kleinen Fehlern lernen - das wird Thema der nächsten Gespräche sein. Um Kritik und Anregungen hatte Michael Lübbert, Hugenpoet-Patron und Gastronomen-Sprecher, bereits im Rahmen der Seerosenfest-Eröffnung gebeten.

Unsere Zeitung hat sich umgehört und viele dieser Anregungen sammeln können. Eine Wunschliste fürs 2. Kettwiger Seerosenfest:

noch weitere Sitzgelegenheiten auf der großen Wiese der Ruhrseite - gerade am bestens besuchten Samstagabend wurde es ziemlich knapp mit freien Plätzen;

Ausschank auch von alkoholfreiem Bier;

einen zweiten Toilettenwagen - ebenfalls für die Ruhrseite;

eine räumliche Annäherung von Stausee-Gastronomen und Ruhrufer-Gastronomen - das wird sich durch die fortschreitenden Bauarbeiten auf dem Scheidtschen Gelänge voraussichtlich von allein ergeben;

gegen ein Pfand Verleih von Seerosenfest-Schirmen (vielleicht mit eigenem Logo?)

eine bessere Ausschilderung vom Wasser zur Altstadt - die Interessengemeinschaft KettIN hat einen löblichen Anfang gemacht.

Ansonsten: Eine Premiere kann wohl kaum gelungener sein. Und der Stadtteil Kettwig präsentierte sich erneut als guter Gastgeber.

Sabine Moseler-Worm

Kommentare
11.07.2012
09:30
Besser als befürchtet
von tw74 | #2

Ja, auch ich habe im Vorfeld meine Bedenken geäußert. Zu den meisten Punkten stehe ich immer noch, ein neues Konzept ist eine Sache, aber eine...
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2012-07-10 17:10
Kettwig und Werden