Bauprojekt Seepromenade in Kettwig geht in die letzte Runde

Stadtdirektor Hans-Jürgen Best bei der Präsentation des zweiten Bauabschnitts des Wohnbauprojekts „Seepromenade“ am Kettwiger Stausee.
Stadtdirektor Hans-Jürgen Best bei der Präsentation des zweiten Bauabschnitts des Wohnbauprojekts „Seepromenade“ am Kettwiger Stausee.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Bauprojekt von Kondor Wessels in Essen-Kettwig geht in die letzte Runde. 22 Stadthäuser und zwei Mehrfamilienhäuser sollen bis Mitte 2017 fertig sein.

Essen-Kettwig.. Mit rund 160 Wohneinheiten auf 2,6 Hektar ist das Projekt „Seepromenade“ eines der größten aktuellen Neubauvorhaben in Essen. Auf dem Gelände der ehemaligen Scheidtschen Hallen - zwischen Ringstraße und Stausee - baut Kondor Wessels seit März 2012. Der erste Bauabschnitt mit 73 Eigentum- und 44 Mietwohnungen ist so gut wie abgeschlossen. Jetzt geht es in die zweite Runde.

Die wird in einer der Penthousewohnungen vorgestellt. 5200 Euro pro Quadratmeter - und verkauft. Der Blick vom Rundum-Balkon ist spektakulär. „Das ist alles Fototapete - aber eine ziemlich gelungene“, scherzt Stadtdirektor Hans-Jürgen Best. Stausee, Ruhrhöhen und viel Himmel. Er ist aber nicht gekommen, um Werbung zu machen. Das braucht die „Seepromenade“ wahrlich nicht. Projektentwickler Klaus Eistert: „Die Eigentumswohnungen des ersten Bauabschnitt sind komplett verkauft. Sie werden in diesem Sommer übergeben. Und wir erwarten eine weiterhin hohe Nachfrage.“

"Die neue Besiedlung zeigt, was Strukturwandel bedeutet"

Daran zweifelt Hans-Jürgen Best nicht, der das Projekt einordnet. „Die Situation ist hier wie in Werden und Kupferdreh. Vor 50 Jahren waren das noch Arbeiterstädte, doch die neue Besiedlung zeigt, was Strukturwandel bedeutet - den Abschied von Produktionsstätten. Wir sind in Essen gut beraten, wenn wir das Wohnen an den Fluss bringen. Und man darf auch nicht vergessen, dass neue Menschen auch Kaufkraft mitbringen.“

Jetzt wird mit dem Bau und der Vermarktung, die durch das Immobiliencenter der Sparkasse Essen erfolgt, von 22 Stadthäusern und zwei Mehrfamilienhäusern mit 21 Eigentumswohnungen begonnen. Und dabei preist Britta Briela, Geschäftsführerin der Kondor Wessels Projektentwicklung, besonders die Vielseitigkeit, die „unterschiedliche Wohn- und Arbeitskonzepte zulassen“.

Baugrundstück in direkter Stauseenähe

Die Stadthäuser haben bis zu 190 Quadratmeter Wohnfläche. Klaus Eistert: „Sie gehen über drei Voll- und ein Staffelgeschoss bei einer Grundstücksbreite von sechs Metern. Da ist vieles vorstellbar - von einer Wohnen-Arbeiten-Kombination bis hin zu einem Mehr-Generationen-Haus.“

Wohnungsbau Das Baugrundstück in direkter Stauseenähe stellte für Kondor Wessels eine Herausforderung dar. Klaus Eistert: „Das Grundwasser prägt natürlich den Standort, aber es hat keine Komplikationen gegeben, alles war so, wie es die Gutachter festgestellt haben. Wir haben mit so genannten ‘Weißen Wannen’ gearbeitet, die aus wasserundurchlässigem Beton bestehen. Die Pumpen konnten wir schon vor anderthalb Jahren abstellen.“

Hans-Jürgen Best sieht in den Vorteilen des Projektes auch, „dass es so unterschiedliche Angebote für unterschiedliche Nachfrager gibt. Und man wohnt naturnah, aber dennoch zentral. Hier ist es einfach nur schön...“