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Auszeichnung für Mister Ehrenamt

23.10.2012 | 16:04 Uhr
Auszeichnung für Mister Ehrenamt
Friedrich Gräbe (l.) erhielt den Bürgertaler für sein ehrenamtliches Engagement aus den Händen des Essener FDP-Fraktionsvorsitzenden Hans-Peter Schöneweiß

Essen-Kettwig. Der Ort hätte passender nicht sein können. Im Alten Bahnhof Kettwig, für den sich Friedrich Gräbe persönlich stark engagierte, wurde der 74-Jährige jetzt für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement mit dem Essener Bürgertaler, der seit 1979 von der Essener FDP überreicht wird, ausgezeichnet.

Langjährig ist dabei allerdings ein wenig untertrieben: Denn schon seit 60 Jahren engagiert sich der einstige Werdener und heute Kettwiger aktiv für die Kanugesellschaft Wanderfalke, in der er 30 Jahre lang als Vorstandsmitglied wirkte. So war Gräbe an dem Erfolg der Olympiateilnehmerin Barbara Schüttpelz, die 1984 bei den Olympischen Spielen Silber und Bronze holte, nicht ganz unbeteiligt. Doch mit der Aktivität im Kanuverein nicht genug. Seit 1998 investierte Gräbe als Geschäftsführer und Vorsitzender - und neuderdings als Ehrenmitglied - viel Zeit und Arbeit in den Heimat- und Verkehrsverein Kettwig. Noch bis heute ist er im Stadtteil als Stadtführer unterwegs.

Dank an die Familie

Irgendwie, und das neben seiner beruflichen Tätigkeit als Steuerberater, blieb ab 1997 noch Zeit für die Interessengemeinschaft Bahnhof Kettwig. Er ist Gründungsmitglied und war maßgeblich an der Auf- und Umbauphase des Gebäudes zum Bürger-, Sport- und Kulturzentrum beteiligt. Ach ja, und dann war da noch die ehrenamtliche Mitwirkung im Prüfungsausschuss der Steuerberaterkammer in Düsseldorf von 1995 bis 2002.

Kaum zu glauben, dass ein Mensch allein so viele Aktivitäten unter einen Hut bekam und zum Teil immer noch bekommt. Wie funktioniert das, Herr Gräbe? „Ich war ja nie wirklich ganz alleine für etwas zuständig. Ich hatte immer Menschen um mich herum, die mir geholfen haben. Meinen Dank muss ich mit vielen Mitarbeitern und vor allem mit meiner Frau und meiner Familie teilen“, zeigt sich Gräbe bescheiden. Seiner Ehe hätten die Tätigkeiten nie geschadet, scherzt der Preisträger. Nicht umsonst ist er seit 47 Jahren mit Ehefrau Ilse verheiratet, hat zwei Kinder und mittlerweile vier Enkelkinder, die trotzdem nie zu kurz kamen, wie Ilse Gräbe bestätigt.

Klar, hätte er viel von seiner Freizeit abgegeben, aber Ehrenamt bringe immens viel Freude und Zufriedenheit, und - wie sich mit der Auszeichnung des Bürgertalers zeigt - auch Lob und Dank. „Ich kann wirklich für das Ehrenamt werben“, sagt Gräbe.

Auch sein langjähriger Freund Hartmut Ketteler, der die Laudatio hielt, ist gespannt, was Gräbe als nächstes ausheckt. „Er hat bestimmt schon wieder ein neues Projekt geplant“, vermutet Ketteler, der mit Gräbe schon vieles gemeinsam erlebt hat.

FDP-Fraktionsvorsitzender Hans-Peter Schöneweiß überreichte den Bürgertaler aus echtem Gold mit „Friedrich Gräbe“ in einem Herz eingraviert. Das Herz kommt nicht von ungefähr, denn wer diese Auszeichnung bekommt, hat, laut Schöneweiß, definitiv ein Herz für Essen. Wohl wahr.

Julia Bodlin



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