Keine Argumente

Gewerbeflächen. Wer am lautesten schreit gewinnt? Dieses Motto scheint die IHK Essen bzw. ihr Geschäftsführer Herr Gerald Püchel zu vertreten. Ergänzt wird diese Aussage mit einer flotten Forderung:“Großstadt statt Naturpark“.

Argumente? Wofür? Es reicht doch die Aussage, dass man an Flächen wie an der Hatzper Straße, am Teelbruch und Heuweg nicht vorbeikommt. Ich frage mich, wofür die Stadt bei der Wirtschaftsförderung einen Auftrag für den künftigen Flächenbedarf gestellt hat? Wenn man dieses Dokument gelesen hätte, würde man erkennen, dass die Anfragen für Gewerbeflächen im Essener Süden ausschließlich von auswärtigen Unternehmen kommen. Ortsansässige Betriebe fragen nicht nach, weil ihnen aufgrund ihrer Ortskenntnisse bewusst ist, dass es dort keine adäquaten Angebote gibt. Die Nachfragen betreffen hauptsächlich Flächen, die für Produktion, Mehrschichtbetrieb und einer 24-stündigen Andienung geeignet sind. Ergänzend wird den unterrepräsentierten Bezirken II, III, VI, VIII und IX kaum Entwicklungspotenzial zugeschrieben, da ein 24-Stunden-Betrieb auf den genannten Flächen kaum möglich. Als Resümee liest man, dass insbesondere die Stadtbezirke II, VIII und IX trotz dringendem Bedarf keinerlei Potenzial aufweisen. Anscheinend ist das Gutachten der IHK bislang unbekannt gewesen.

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