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Kein Durchkommen für die Erstsemester an der Universität Duisburg-Essen

12.10.2012 | 17:47 Uhr
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Kein Durchkommen für die Erstsemester an der Universität Duisburg-Essen
Zum Wintersemester 2012/2013 starten an der Universität Duisburg-Essen viele neue Studenten. Auch vor dem Audimax am Campus Essen.Foto: Jan Dinter

Essen.   „Wir sind von den Massen an Studenten förmlich überrannt worden“, sagt Janet Korte von der Fachschaft für Geschichte, Philosophie und Theologie. In der Orientierungswoche an der Uni Duisburg-Essen gibt es für die Erstsemester kein Durchkommen mehr. Selbst bei Kunstgeschichte zeigt sich das Problem deutlich.

Die Gänge sind voll von ihnen, es gibt kein Durchkommen. Überall stehen sie: die Erstsemester der Universität Duisburg- Essen.

Doch bevor es los geht, braucht man erst mal einen Stundenplan. Aber wie geht sowas? Was ist überhaupt eine Studienordnung? Wie beantrage ich Bafög ? Und wofür steht R 12 T 03 C 10?

Um diese Fragen zu klären gibt es die Orientierungswoche. Die Studenten werden dort von Dozenten und Fachschaften zu allen Fragen rund ums Studium beraten. In diesem Jahr hatte die O-Woche sehr großen Zulauf. So hatten die Fachschaften oft das Gefühl, dass sich deutlich mehr Erstsemester eingeschrieben hätten als im Vorjahr.

Von Massen überrannt

„Wir sind von den Massen an Studenten förmlich überrannt worden. Zum Teil haben wir bereits eineinhalb Stunden vor Beginn der eigentlichen Beratung begonnen und Studenten erklärt wie man einen Stundenplan anlegt“, so Janet Korte von der Fachschaft für Geschichte, Philosophie und Theologie. „Auch sollte man nicht außer Acht lassen, dass wir die Studenten nicht nur diese Woche beraten, sondern wir haben schon seit Wochen Anfragen per Mail und Telefon von panischen Studenten, die nicht wissen was zu tun ist.“ Wegen dem großen Ansturm auf die Beratungen kam es vor, dass manch ein Fachschaftler in einem „individuellen“ Beratungsgspräch 15 Erstsemester gleichzeitig helfen musste.

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Efstathios Tassikos von der Fachschaft für Literatur-, Sprach- und Kommunikationswissenschaft berichtet ähnliches: „Wir haben das Gefühl, dass es deutlich mehr Erstsemester gibt, als in den vergangenen Jahren. Bei unserer Führung durch die Uni hatten wir über 400 Interessierte auf der Matte stehen.“

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Kommentare
17.10.2012
18:21
Kein Durchkommen für die Erstsemester an der Universität Duisburg-Essen
von KatharinaRabe1234 | #22

Ganz schön überheblich hier, die Damen und Herren. Zu Ihren Zeiten war studieren vielleicht so. Die Zeiten haben sich geändert und das Abitur bekommt man bei weitem, seit den Zentralen Abschlussprüfungen nicht mehr hinterher geschmissen. Sie müssen die Sache doch mal objektiv betrachten.

Der Schüler von heute arbeitet sich dumm und dämlich für einen guten Abiturschnitt. Bekommt anschließend keine Ausbildung, weil sich irgendjemand so etwas ausdenkt wie die Abschaffung der Wehrpflicht. Arbeitet man nicht, ist man der Sozialschmarotzer. "Urlaub machen, das konnten wir damals nicht, wir sind ja alle direkt in den Beruf ... bla bla bla". Studiert man was einem liegt, es es ein Studium für Nichtskönner und man überbrückt ja doch nur die Zeit, bis...-ja, bis wann denn eigentlich? Wenn irgendwann mal irgendwo ein Ausbildungsplatz frei wird? Bis man nach seinem Studium keinen Arbeitsplatz bekommt? Herzlichen Glückwunsch.Schön für Sie,dass Sie einen Beruf gefunden haben. Heute ist das schwer!

16.10.2012
01:40
Kein Durchkommen für die Erstsemester an der Universität Duisburg-Essen
von fragender123 | #21

Tja, was soll ich als Absolvent dazu sagen wenn nicht genau das gleiche das ich shcon als Student gesagt habe? Aber wer den Allerwertesten nicht hochkriegt und für ordentliche Verhältnisse sorgt hat auch nix anderes als dieses Chaos verdient. Zu lange haben sich die Verantwortlichen zu viel Zeit gelassen. Es war wohl wichtiger, die eigenen Seilschaften zu pflegen als sich an etwas so unbedeutendes wie allgemein gültige Regeln und Gesetze zu halten oder mal für Ordnung und Übersichtlichkeit zu sorgen.

Das haben sich die Universitätsverwaltung und die Prestigewissenschaftler an den Lehrstühlen selbst zuzuschreiben. Gebildet bis ins Mark, aber zu dämlich um geradeaus zu denken und zu handeln.

Und das nennt sich dann auch noch Elite...Kasperletheater und Witzfiguren wäre angebrachter, aber bekanntlich kann man sich mit Geld alles fast alles kaufen...Ansehen wie akademische Grade.

Macht mal...ich hol mir jetzt ne Tüte Popcorn und seh mir den Spaß aus der Ferne an.

Viel Spaß noch ;)

15.10.2012
22:54
Kein Durchkommen für die Erstsemester an der Universität Duisburg-Essen
von chris84 | #20

"Schuster, bleib bei deinem Leisten" bescheibt die Herren und Damen hier ganz gut, die ohne Sachverstand Kritik üben und sich unberufen einmischen.

Ich denke nicht, dass Sie unter heutigen Bedingungen des BA-/ MA- studieren? Sonst würden Sie sich hier allesamt nicht so weit aus dem Fenster lehnen...

...Das Trauerspiel geht weiter...

15.10.2012
21:54
Einfaches Abitur?
von Partik | #19

Man sollte sich jetzt mal langsam entscheiden, ob unsere Kinder/Jugendlichen nun eine 60-Stunden-Woche mit Ganztagsuntericht und Hausaufgaben bis in den Abend hinein haben, oder ob da verweichlichte Looser mit einem Einfach-Abitur an die Unis strömen.

Nur eins von beidem ist möglich.

Es könnte aber auch sein, dass viele Erstsemester gar keine richtigen Studenten sind, sondern mit Kunstgeschichte und anderen "Laberfächern" schlichtweg Wartefristen usw. überbrücken wollen.

1 Antwort
Kein Durchkommen für die Erstsemester an der Universität Duisburg-Essen
von canglu | #19-1

"Es könnte aber auch sein, dass viele Erstsemester gar keine richtigen Studenten sind, sondern mit Kunstgeschichte und anderen "Laberfächern" schlichtweg Wartefristen usw. überbrücken wollen."

Zumindest als Überbrückung der Wartezeit auf einen "richtigen" Studienplatz funktioniert das nicht; da Studienzeiten nicht als Wartezeit gelten...

15.10.2012
21:08
Kein Durchkommen für die Erstsemester an der Universität Duisburg-Essen
von Seibork | #18

So siehts aus #15

In den MINT Fächern wurde früher zum Glück gnadenlos aussortiert. Spätestens nach der ersten Matheklausur waren 50% weg vom Fenster. Durchgezogen haben das Studium zu meiner Zeit vllt.15-20% der Leute. So ein Diplom musste man sich hart erarbeiten, ob das mit dem Nachfolger Bachelor/Master genauso ist, bezweifele ich stark.

1 Antwort
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Name von Moderation entfernt | #18-1

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

15.10.2012
20:52
BjoernKW | #15
von Vorwaerts_Nimmer_Rueckwaerts_Immer | #17

Ich wollte niemanden beleidigen oder sein Tun geringschätzen. Das liegt mir fern.

Jedoch liegt die Problematik für jeden "Sehenden" auf der Hand:

Es gibt in der BRD zu viele Studenten in diesen "weichen" Studiengängen. In den "Mint"-Fächern gibt es diese Schwemme nicht. Und gerade hier fehlen uns fähige Leute.

Die hier angesprochenen Studenten werden hoch subventioniert, nicht mit Geld, sondern mit einem einfach zu erlangendem Abitur.

Die Studenten sollten sich im klaren darüber sein, dass sie in Zukunft gut ausgebildete Taxifahrer sein werden, nicht mehr und nicht weniger.

Der Staat ist pleite, die Bürger haben es satt, immer neue Sozialexperimente bezahlen zu müssen. Und nur dafür würden diese Studenten in 4 - 5 Jahren gebraucht.

15.10.2012
20:03
Kein Durchkommen für die Erstsemester an der Universität Duisburg-Essen
von DerMerkerNRW | #16

Mindestens 40% der Studienanfänger sind planlose Studienplatzbesetzer!
Junge Leute die jetzt, aber auch in ihrem späteren Leben, keine klaren Vorstellungen und Linie haben! Irgendwann kommt diese Hätschel und Tätschelgeneration auf den Boden der Tatsachen und das fängt in der Uni an! Gut ist das durch diese Überbelegung sich Früh die Spreu vom Weizen trennt!
Allen Kurz und Leistungsstudierenden

Glück Auf

2 Antworten
Kein Durchkommen für die Erstsemester an der Universität Duisburg-Essen
von ClydeFrog | #16-1

Ach, hats denn schon wieder eine Umfrage unter Studenten gegeben?
Frage: Sind sie ein planloser Studienplatzbesetzer?
Ergebnis: Mindestens 40% antworteten mit ja.

Muss mir entgangen sein.

Kein Durchkommen für die Erstsemester an der Universität Duisburg-Essen
von KommentatorM | #16-2

Können Sie uns die Ergebnisse der restlichen 60% nennen?

Wann sollten junge Leute Ihrer Meinung nach eine klare Vorstellung vom Leben haben?

Warum trennt sich gerade bei Überbelebung die Spreu vom Weizen? Geht der Weizen nicht eher unter?

Glück auf

15.10.2012
19:47
Kein Durchkommen für die Erstsemester an der Universität Duisburg-Essen
von BjoernKW | #15

Ich verstehe diese generelle Geringschätzung von "Laberfächern" nicht.

Natürlich gibt es viele Leute, die diesen vermeintlich einfachen Weg wählen, weil ihnen nichts besseres einfällt. Das merkt man den Leuten dann aber auch meist an.

Umgekehrt gibt es genügend Leute, die etwas ingenieurwissenschaftliches nur wegen der vermeintlich besseren Jobchancen studieren. Und auch das merkt man den Leuten dann an.

Mir ist ein Quereinsteiger mit Abschluss in einem Laberfach, der seinen Job mit Leidenschaft macht, zigmal lieber als ein fertig studierter Ingenieur, der den Job nur der Kohle wegen macht.

Gerade im Softwarebereich sind es z.B. oft die Quereinsteiger, welche die studierten Informatiker locker überflügeln, wenn es um praktische Problemlösungen geht.

15.10.2012
19:24
Kein Durchkommen für die Erstsemester an der Universität Duisburg-Essen
von dumper | #14

Heute Studentenschwemme ,morgen Arbeitslosenschwemme .
Wer glaubt denn,das von all den Studenten die heute das Erstsemester beginnen ,sollten sie tatsächlich ,ihr Studium beenden ,dann einen gut dotierten Job bekommen ?
Was wir brauchen für die Zukunft sind Handwerker und keine ,wie schrieb hier einer ,Laberjobs .
Ich drücke es einmal überspitzt aus :
Lieber arbeitslose Akademiker heranziehen ,dann hat man für die Zukunft billige Tagelöhner .

1 Antwort
Kein Durchkommen für die Erstsemester an der Universität Duisburg-Essen
von KommentatorM | #14-1

Woher stammt Ihre Annahme, dass in Deutschland keine Handwerker mehr ausgebildet werden?

15.10.2012
18:59
Als entweder ...
von Partik | #13

... diese Berichte über den Massenandrang sind übertrieben, oder aber jetzt fängt sich in der Praxis an zu rächen, dass viele Eltern ihre Kinder mit Macht zum Abitur drängen.

Wenn man allerdings den Studenten erstmal beibringen muss, wie man einen popeligen Stundenplan anlegt, könnte es auch so sein, dass da gerade massenweise eigentliche studienuntaugliche Erstsemester anfangen.

Wenn man denen alles vorkauen muss, dann gibt die erste Hälfte so und so ganz schnell wieder auf, wenn der Vollservicedem Alltag weicht.

Davon ab - Kunstgeschichte? Ach du lieber Himmel, was wollen die denn mit dem Mist? Das wird ja in der Zukunftsperspektive nur noch von altbabylonischer Astrologie oder ähnlichem übertroffen ...

1 Antwort
Kein Durchkommen für die Erstsemester an der Universität Duisburg-Essen
von KommentatorM | #13-1

Der Studiengeschmack liegt zum Glück im Auge des Betrachters

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