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Katzenjammer im Essener Tierheim - Unterstützung erwünscht

21.06.2012 | 19:33 Uhr
Katzenjammer im Essener Tierheim - Unterstützung erwünscht
Foto: Kerstin Kokoska

Essen.   Auf der Krankenstation des Tierheims landen immer mehr Straßentiger – und die Kosten steigen. Der Tierschutzverein bittet daher um Unterstützung und hat ein Konto für Sonderspenden unter dem Stichwort „Notfellchen“ bei der Sparkasse eingerichtet.

Die Sommerferien haben noch nicht einmal begonnen und das Albert-Schweitzer-Tierheim an der Grillostraße schlägt bereits Alarm: Auf der Krankenstation der Einrichtung, die der Tierschutzverein Groß-Essen betreibt, hat die Zahl der Katzen drastisch zugenommen. 80 Tiere, die besonderer Pflege und Aufmerksamkeit bedürfen, treiben auch die Verantwortlichen in die Not.

2011 gab man laut Mitarbeiterin Sandra Jansen geschätzte 135.000 Euro für Tierarzt-, Laborkosten und Medikamente aus – exklusive der Personalkosten für die eigens im Hause angestellte Tierärztin, wie sie betont; eine Steigerung von zwölf Prozent gegenüber 2010. Darum bittet der Tierschutzverein dringend um Unterstützung bei der medizinischen Betreuung. Ein Spendenkonto, Stichwort „Notfellchen“, wurde bei der Sparkasse eingerichtet.

Spendenkonto eingerichtet

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Essen. Mit Beginn der Sommerzeit schmilzt sie bei vielen dahin, die Tierliebe. Der bevorstehende Urlaub ist nicht wenigen Herrchen und Frauchen wichtiger als ihre tierische Begleitung. Letzte Rettung der verstoßenen Null- bis Achtbeiner: Das Albert-Schweitzer-Tierheim in Essen.

Bereits seit einigen Jahren hadern die Tierheim-Mitarbeiter mit einer stets steigenden Zahl von Katzen zu kämpfen. Zu den 80 Artgenossen auf der Krankenstation gesellen sich aktuell noch rund 120 weitere Miezen in den Unterkünften. Daher befürwortet man an der Grillostraße auch den Kastrationszwang für die Straßentiger, der diskutiert.

„Seit dem Frühjahr steigt die Zahl, allein am Montag haben wir etliche Katzenwelpen aufgenommen“, so Sandra Jansen. Ihr macht besonders Sorgen, dass darunter sehr viele kranke Exemplare sind und diese erst einmal nicht vermittelt werden können: „Denn sie kommen in Quarantäne.“ Häufigstes Krankheitsbild sei der Katzenschnupfen, den sich die Vierbeiner draußen einfangen. Für die Freigänger verläuft dieser Virus jedoch nicht so harmlos wie beim Menschen: „Die bekommen etwa ganz verklebte Augen“, sagt Sandra Jansen traurig.

Unter dem Stichwort „Notfellchen“ hat der Tierschutzverein Groß-Essen ein Spendenkonto bei der Sparkasse Essen eingerichtet: Die Kontonummer lautet 4913133, die Bankleitzahl 360 501 05. Die Sonderspenden sind für die medizinische Betreuung der erkrankten Tiere gedacht.

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Von Tim Walther

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Kommentare
23.06.2012
09:19
Katzenjammer im Essener Tierheim - Unterstützung erwünscht
von MANFREDM | #4

Möglicherweise hilft dieses:

http://www.spiegel.de/spam/bild-840339-367119.html

22.06.2012
14:09
Katzenjammer im Essener Tierheim - Unterstützung erwünscht
von obi1965 | #3

an Stoffel747: Wellensittiche sollten auf keinen Fall allein gehalten werden. Vielleicht sollte man sich vorher auch mal kundig machen, wenn man sich ein Tier anschafft. Da hat die Zoofachhandlung genau richtig reagiert!!!

22.06.2012
13:38
Katzenjammer im Essener Tierheim - Unterstützung erwünscht
von stoffel747 | #2

Wenn man Katzen nur zu zweit abgeben will und man noch dazu einen Riesen Garten als Interessent haben muß, braucht sich das Tierheim Essen sich nicht wundern, auf den Katzen sitzen zubleiben. Erfahrungen 3x vorhanden. Ist mir auch im Rhein-Ruhr ZentrumMühleim passiert. Bekomme keinen einzelnen Wellensittic, hätte ich 2 nehmen müssen. Hätte der eine sich einsam gefühlt sonst sagte die gute Frau. Hm.

22.06.2012
12:55
Katzenjammer im Essener Tierheim - Unterstützung erwünscht
von Kaffeesahne | #1

Als Katzenbesitzer (früh kastrierter Katzen, Tierschutztier bzw. Straßentiere) kann man nur sagen - sehr traurig, dass es so weit kommen musste.
Eine Kastrationspflicht ist längst überfällig, meiner Meinung nach nicht nur für Freigängertiere, sondern für alle Haushalte, die ihre Tiere privat und nicht gewerblich halten. Die Zahl der privaten "Vermehrer" nimmt so enorm zu (man betrachte ebay Kleinanzeigen), dass die logische Konsequenz nur die Überfüllung der Tierheime sein kann. Aber Katzenkinder sind ja "so süß". Schade, dass immer noch so viele vermeintlich erwachsene Menschen so denken und das Wohl der Tiere aus der rosaroten Welt verdrängen.
Unvermeidlich sind mittlerweile dann wohl auch Kastrationsaktionen, wie sie in südlichen Ländern schon durchgeführt werden. Die Population wild lebender Katzen wächst unaufhörlich...

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