Finanzen
Kassensturz im Essener Kultur-Etat
02.09.2010 | 15:51 Uhr 2010-09-02T15:51:00+0200Essen.Die Mehrkosten für die Kultur müssen bis zum letzten Euro allein im Kulturetat aufgefangen werden, darauf beharrt die Kommunalaufsicht. Das betrifft auch die 2,2 Millionen Euro, die für die Bewirtschaftung des Museums Folkwang anfallen.
Mehrkosten für die Kultur müssen bis zum letzten Euro allein im Kulturetat aufgefangen werden, darauf beharrt die Kommunalaufsicht auch im Fall der zusätzlichen 2,2 Millionen Euro, die bei den Bewirtschaftungskosten fürs Museum Folkwang anfallen – und bringt damit die Essener Kulturverwaltung in arge Nöte.
Denn wie berichtet müsste sich die Kultur allein für die letzten vier Monaten des Jahres zusätzliche 575.000 Euro aus den Rippen schneiden.
Wo die herkommen sollen, darauf hatte Kulturdezernent Andreas Bomheuer zumindest gestern noch keine rechte Antwort: „Wir werden jetzt einen Kassensturz vornehmen müssen“, seufzt er – auf der Suche etwa nach womöglich noch nicht verausgabten Haushaltsausgaberesten. Da der Verlustausgleich von Theater und Philharmonie auf der jetzigen Sparlinie als festgezurrt gilt, bleibe nicht viel Spielraum. So ist keineswegs sicher, dass nicht auch die freie Kulturszene noch mal wird Opfer bringen müssen. Sie hat bereits Abschlagszahlungen für 2010 erhalten, die letzte(n) Rate(n) stehen aber noch aus.

11:29
Die freie Szene wird in Essen jährlich mit etwa 1,2 Millionen Euro institutioneller Förderung bedacht. Wenn von diesem Betrag im laufenden Geschäftsjahr 575000 Euro eingespart werden bedeutet das aller Wahrscheinlichkeit nach das Aus für die betroffenen Häuser und Institutionen. Das ständige Ausspielen von Kulturträgern untereinander und dem Sport gegen die Kultur etc. hilft gar nichts. Eine Stadt wie Essen braucht ein Museum, ein Grend, die Zeche, Kunsthaus, freie Bühnen und Ausstellungsorte aber auch ein Stadion, Sportplätze und Häuser für das ehrenamtliche!!! Engagement der Bürger. Das ganze angedachte Vorgehen ist ein Frechheit gegenüber allen die unentgeldlich versuchen diese Stadt lebenswert und attraktiv zu gestalten. Es ist traurig solche Überlegungen zu lesen und gleichzeitig daran zu denken, daß die Verträge mit Geschäftsführern und Direktoren der Tochtergesellschaften der Stadt um 3 Jahre bei gewaltigen Bezügen ohne Probleme oder Kürzungen verlängert worden sind. Alle, die in Sport, in der Kultur und den sozialen Bereich aktiv sind, sorgen dafür, daß diese Stadt etwas lustiger und schöner wird: Ganz offensichtlich ist das nicht im Interesse unseres Gemeinwesens, bzw. einer Regierungpräsidentin in Düsseldorf, die zumindest von mir nie gewählt oder ausgesucht worden ist. Ich schaue daher mit großer Sorge auf diese Entwicklung und vermute, daß der nächste Titel, den Essen gewinnt, vielleicht Verwaltungshauptstadt Europas 2011 sein wird. Dabei ist mir klar, daß es nicht um die Frage nach einem Schuldigen geht! ... aber die Frage nach den Geschädigten kennt eine klare Antwort: Alle Bürger dieser Stadt.
23:02
Teure Geschenke, die unsere Stadt sich machen lässt.
Irgend einen Pferdefuß, findet man doch immer.
Dort steht aber, das die Mehrkosten, aus dem Kulturetat kommen müssen.
Das hat aber nichts mit dem Stadion zu tun.
Man beachte den Unterschied! ;-)))
22:59
Vieleicht sollte man einfach mal darüber nachdenken,ob man wirklich mehrere Theater braucht!
21:54
wenn ich mir täglich den leeren museumsbus ansehe,dann weis ich woher die kosten kommen.beamte und etwas planen/organisieren...das passt nicht und wird in tausend jahren nicht passen.da bezahlt der berthold denen schon das museum und man ist zu doof um das ding solide zu bewirtschaften.
20:52
TOLL !!!
Hauptsache, RWE bekommt das neue Stadion.
Und das will eine KULTURHAUPTSTADT sein ???
18:31
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17:20
@1
Aha, also doch.. und ich dachte schon.....
17:19
Irgendwie vermisse ich ein paar Kommentare, wenn es darum geht Geld zu sparen für eine scheinbar kleine Gruppe ohne Außenwirkungen..... ;)
Wasser predigen, Wein saufen!
Bitte nicht falsch verstehen, nat. soll die Kultur genauso weitersubventioniert werden wie bisher, nur die Kritiker sollten einmal nicht immer nur auf eine Stadion der Stadt Essen einprügeln....
17:18
wie wäre es denn mal, wenn ein anderes ressort die sparleistung erfüllt. der kulturetat beträgt gerade mal vielleicht 4 Prozent des gesamtstädtischen Etats.