Karawane serviert Köstliches aus Tausendundeiner Nacht

Hat schon Kultstatus im Südviertel: Das arabische Restaurant Karawane, das Abu Salah seid 22 Jahren betreibt.
Hat schon Kultstatus im Südviertel: Das arabische Restaurant Karawane, das Abu Salah seid 22 Jahren betreibt.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Arabisches Restaurant im Essener Südviertel hat Kultstatus. Vorspeisen sind der kulinarische Dauerbrenner, während Kalb und Skampis nicht überzeugen.

Essen.. Geheimnisse aus Tausendundeiner Nacht – so könnte man die Vorspeisen, die die Karawane seit 22 Jahren ihren Gästen an gleicher Stelle im Südviertel serviert, titulieren. Sie sind der kulinarische Dauerbrenner im arabischen Restaurant, das längst Kultstatus erreicht hat. Das sieht man daran, dass die Karawane auch an diesem normalen Dienstagabend gut besucht ist. Darunter viele Stammgäste, die nicht nur das Essen, sondern auch das verspielte orientalische Ambiente mögen.

Natürlich ordern auch wir die 20 kleinen Probierschüsselchen (18 Euro). In denen finden sich nahöstliche Köstlichkeiten, die wir mit dem dazu gereichten typisch dünnen Fladenbrot bis auf den letzten Krümel vernaschen. Mit unterschiedlichen Gewürzen verfeinerter Schafskäse, eingelegtes Gemüse, Käsecremes, Kichererbsenpürree, Tabouleh - einiges können wir identifizieren, anderes bleibt trotz Nachfragen an den Kellner ein gut gehütetes Geheimnis der Küche: Der Mann des Services ist zwar schnell und freundlich, aber er kann oder will uns keine Auskunft geben.

Vorpeise bleibt das Highlight

Trotzdem sind die Vorspeisen neben dem frittierten Schafskäse mit Salat (6,50 Euro) im Nachhinein das Beste, was die Karawane uns an diesem Abend auf den Tisch bringt. Das ahnen wir allerdings erst, als die Hauptspeisen kommen: Für Kalb und Meeresfrüchte haben wir uns entschieden. Das Scharhat-Kalbsteak (15,90 Euro), flankiert von geschmortem Gemüse, Zwiebeln und Kartoffelecken, dazu eine etwas zu aufdringliche Estragon-Chilisauce, ist zäh wie Schuhsohle und die Kartoffelecken entpuppen sich als weiche Pommes.

Enttäuschend sind auch die Scampi-Riesengarnelen in Zitronen-Knoblauchsoße (16,90 Euro) – sie sind einfach viel zu trocken. Bleibt noch der Nachtisch. Das Laban (4,60 Euro), eine Joghurt-Mascarpone-Creme mit Honig, gerösteten Nüssen und einer Prise Zimt ist so himmlisch wie kalorienreich und lässt uns etwas versöhnt den Abend beenden.