Kanonenkugel, Steinplatte und Delfter Fayence

Eine repräsentative Auswahl der Funde aus dem letzten Jahr wird im Rathaus ausgestellt.
Eine repräsentative Auswahl der Funde aus dem letzten Jahr wird im Rathaus ausgestellt.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Die 20. Ausstellung der Stadtarchäologie zeigt Funde aus 2014. Die ältesten Ausstellungsstücke stammen aus Kupferdreh und sind gut 10.000 Jahre alt.

Essen.. Auf den ersten Blick sieht man es ihr kaum an, aber sie hat schon zehntausend Jahre hinter sich- und viele davon tief unter der Erde verbracht. Die kleine Steinplatte mit Ritzspuren ist eines der Fundstücke aus Kupferdreh.

In der 20. Ausstellung der Stadtarchäologie Essen zeigt Stadtarchäologe Detlef Hopp im Foyer des Rathauses eine repräsentative Auswahl der Funde aus dem letzten Jahr. Denn bei Baumaßnahmen kommt auch das Team der Archäologie zum Zuge.

Das Leben der Menschen in Essen früher und heute

„Unsere Ausstellungsstücke erzählen Stadtgeschichte. Die Archäologie schafft eine Verbindung zwischen dem Leben der Menschen in Essen früher und heute“, weiß der Experte. Die ältesten Funde stammen aus Kupferdreh, von vor 10.000 Jahren. Mittelalterliches und Jüngeres wird von der ehemaligen Wasserburg Haus Berge an der Germaniastraße gezeigt. Ebenso zieren Funde aus Kettwig, wie etwa eine Kanonenkugel aus Zeiten des 30-Jährigen Krieges und neuere Objekte des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts, die Vitrinen. Weiß- blaue Delfter Fayence aus dem Nachlass des früheren Bürgermeisters Arnold Krupp rundet die lokalgeschichtliche Sammlung ab.

Informationen zu Funden und Fundstellen, oft mit Fotos, Zeichnungen oder auch Ortsplänen, finden die Besucher auf den umstehenden Tafeln. So gelingt auch die Erkundung auf eigene Faust detailliert.