JVA muss mehr Arbeit schultern

Auf die Justizvollzugsanstalt an der Krawehlstraße kommen größere Veränderungen zu. Im Laufe des Monats tritt in Nordrhein-Westfalen das neue Strafvollzugsgesetz in Kraft, das bereits im Dezember vom Landtag verabschiedet worden war. Weil sich durch die veränderte gesetzliche Regelung die Besuchszeiten im Durchschnitt nahezu verdoppeln werden und der bürokratische Aufwand steigen wird, rechnet der stellvertretende Anstaltsleiter Alfred Doliwa mit erheblichem Mehraufwand für das Personal. „Wir wissen noch nicht, wie wir das schultern sollen“, sagt Doliwa. „Wir fühlen uns am Rande der Verzweiflung.“ Denn zusätzliche Mitarbeiter bekommt die JVA nach seinen Angaben nicht zur Verfügung gestellt.

Das bisherige Strafvollzugsgesetz ist bereits seit 1976 gültig und soll nun nach Aussage des Justizministerium den „Anforderungen eines modernen Strafvollzuges“ angepasst werden. Die neue Regelung tritt voraussichtlich ab dem 19. Januar in Kraft. Sie stellt die Resozialisierung der Gefangenen in den Mittelpunkt, beispielsweise durch die Ausweitung der Besuchszeiten. Zudem wird dem Opferschutz ein höherer Stellenwert zugerechnet.