Jungen stundenlang gequält

Es ist ein besonders grausamer Fall von Gewalt unter Jugendlichen gewesen: Stundenlang ist ein 14-jähriger Junge in Freisenbruch festgehalten, bedroht und verletzt worden. Die Tat ereignete sich bereits am Montag, wie die „Ermittlungsgruppe Jugend“ der Essener Polizei am Donnerstag mitteilte.

Noch Tage später zeugen „zahlreiche Prellungen, Stauchungen und Hautabschürfungen von der Brutalität der Täter, welcher der Junge ausgesetzt war“, so Polizeisprecher Peter Elke. Anscheinend wollte der mutmaßliche Haupttäter, ein 15-Jähriger, Geld von dem 14-Jährigen erpressen. Er bestellte sein Opfer in die Wohnung eines 18-Jährigen an der Spinozastraße. Über mehrere Stunden, bis zum späten Montagnachmittag, wurde der 14-Jährige in dieser Wohnung festgehalten, getreten, geschlagen und mit einem großen Messer bedroht.

Als der Junge derart gequält wurde, waren neben dem 15-Jährigen und dem 18 Jahre alten „Hausherrn“ noch weitere männliche Teenager (zwischen 14 und 18 Jahre alt) und ein 13-jähriges Mädchen in der Wohnung. Die Polizei konnte inzwischen die Personalien der meisten Beteiligten herausfinden. Unklar, so Elke, sei zurzeit noch, wer an der Freiheitsberaubung, der Erpressung, der Misshandlung und an anderen Straftaten beteiligt war.

„Zwei noch unbekannte Jugendliche werden sicherlich in den nächsten Tagen namentlich bekannt sein“, so der Polizeisprecher. Ihnen rät er, „sich unverzüglich bei der Kriminalpolizei zu melden“.

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